Carmo ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im Binnenland des Bundesstaates an der Grenze zu Minas Gerais und gehört zur Region Nova Friburgo. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 17.700 geschätzt.

Geografie und Klima Carmo liegt im zentralen Binnenland des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 347 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 305,749 Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt unter anderem an Sumidouro, Cantagalo, Duas Barras und Sapucaia sowie an den Bundesstaat Minas Gerais.

Die Landschaft ist von Hügeln, Flusstälern und ländlichen Siedlungsräumen geprägt. Ein Teil des Gemeindegebiets liegt im Einzugsgebiet des Rio Paquequer, eines Nebenflusses des Rio Paraíba do Sul. Das Klima ist tropisch mit warmen Sommern und milderen Wintern.

Geschichte Die Besiedlung der Region entwickelte sich im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Ausdehnung landwirtschaftlicher Aktivitäten im Binnenland der damaligen Provinz Rio de Janeiro. Wie in benachbarten Gemeinden spielte der Kaffeeanbau zeitweise eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung.

Der Ort entstand als Siedlung um eine Kapelle, die der Nossa Senhora do Carmo gewidmet war. Der religiöse Bezug bestimmte auch den Ortsnamen. 1881 wurde Carmo als eigenständige Gemeinde geschaffen. Im 20. Jahrhundert blieb die Gemeinde überwiegend kleinstädtisch und ländlich geprägt.

Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 17.700 Personen geschätzt.

JahrEinwohner199114.509200015.289201017.269202217.198Volkszählungen

Wirtschaft Die Wirtschaft von Carmo ist von Dienstleistungen, Handel, Landwirtschaft, Viehzucht und öffentlicher Verwaltung geprägt. Landwirtschaftliche Betriebe und die Rinderhaltung spielen weiterhin eine Rolle, während Handel und Dienstleistungen vor allem den lokalen Bedarf decken.

Daneben besitzt die Gemeinde durch das Wasserkraftwerk Ilha dos Pombos eine Bedeutung im Bereich der Energieerzeugung.

Religion Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Die Gemeinde gehört zum römisch-katholischen Bistum Nova Friburgo. Daneben bestehen zahlreiche evangelikale Freikirchen.

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Einzelnachweise

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