mini|rechts|250px|Offizielles Logo des Films (1986) Carl Otto Darmstatt – Enthüllungen um ein saarländisches Genie ist ein deutscher pseudodokumentarischer Spielfilm (Mockumentary) aus dem Jahr 1986. Der Film befasst sich auf satirische Weise mit der fiktiven Biografie eines vergessenen barocken Komponisten aus dem Saarland.
Handlung und Konzept Der Film ist als dokumentarische Spurensuche angelegt. Er suggeriert die Existenz des Komponisten Carl Otto Darmstatt und dokumentiert die (fiktive) Wiederentdeckung seines Werks. Dabei werden Stilmittel des investigativen Journalismus genutzt, um die Mechanismen der Musikgeschichtsschreibung und regionalen Identitätsfindung zu persiflieren. Laut den fiktiven Enthüllungen entpuppt sich Darmstatt als eines der größten Genies der Musikgeschichte, dessen Werke fälschlicherweise Bach und Händel zugeschrieben wurden.
Produktion und Stab mini|rechts|250px|Die fünf Filmemacher (v. l. n. r.): Heribert J. Leonardy, Hardy Hoffmann, Nils Minkmar, Zoran Hajduk-Veljković, Walter Schmidt Der Film wurde 1986 gemeinschaftlich von der Projektgruppe „Saarbrücker Kinematograph“ realisiert. Zum Team gehörten: Hardy Hoffmann (WDR Animation/Grafik) Nils Minkmar (Publizist und Historiker) Walter Schmidt (Journalist und Autor) Heribert J. Leonardy (Autor und Stadtteilautor von Saarbrücken-Rodenhof) Zoran Hajduk-Veljković Die Produktion wurde unter anderem durch den Saarländischen Rundfunk gefördert.
Hintergrund und Rezeption Die Produktion entstand in den Jahren 1985 und 1986. Nach der Uraufführung im Saarbrücker „Stiefelkino“ im November 1986 wurde der Film im Januar 1987 im Rahmenprogramm des Max-Ophüls-Preises in Saarbrücken gezeigt.Programmheft zum 8. Festival Max-Ophüls-Preis, Saarbrücken 1987, S. 63. Am 1. April 1987 strahlte der Saarländische Rundfunk (SR) eine einstündige Fernsehsendung aus, in der Experten wie Wendelin Müller-Blattau, Franz-Josef Reichert und der SR-Redakteur Michael Meyer den Film in einer seriös anmutenden Diskussion als musikhistorische Sensation präsentierten.Saarbrücker Zeitung, „Ein saarländisches Genie: Carl Otto Darmstatt“, 2. April 1987. Die Resonanz auf den Aprilscherz war so groß, dass zahlreiche Anfragen in Schallplattengeschäften nach Einspielungen des fiktiven Komponisten erfolgten.
Weblinks Carl Otto Darmstatt – Der Trailer auf YouTube
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1986 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Mockumentary (Film) Kategorie:Kultur (Saarland)