mini|Pieter Christoffel Wonder – Porträt von Martinus Schouman (1812). Dordrechts Museum Martinus Schouman (* 29. Januar 1770 in Dordrecht; † 30. Oktober 1848 in Breda) war ein niederländischer Marinemaler.
Leben Martinus Schouman wurde als Sohn eines Schiffers in Dordrecht geboren. Er erhielt erste künstlerische Unterweisungen bei Michiel Versteeg und wurde anschließend Schüler seines Großonkels Aert Schouman in Den Haag. Nach Abschluss seiner Ausbildung kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, wo er sich als Marinemaler niederließ. Dordrecht, eine von Wasserstraßen geprägte Stadt, bot ihm ideale Voraussetzungen, um die Schifffahrt nach der Natur zu studieren. Er war Mitglied der Dordrechter Künstlervereinigung Pictura sowie der Königlichen Gesellschaft der Schönen Künste in Brüssel. Im Jahr 1839 zog er nach Breda, da sein Sohn Izaak Schouman eine Anstellung als Zeichenlehrer an der Königlichen Militärakademie erhalten hatte. Bis zu seinem Tod im Jahr 1848 blieb Martinus Schouman in Breda künstlerisch tätig. Zu seinen Schülern zählten Pieter Arnout Dijxhoorn, Jan de Greef, Pieter Martinus Gregoor, Matthijs Quispel und Johannes Christiaan Schotel, der als sein bedeutendster Schüler gilt.
Werk mini|Martinus Schouman – Zusammenstoß zwischen der niederländischen und der britischen Flotte während der Durchfahrt der niederländischen Flottille nach Boulogne,1804 (1806). Rijksmuseum Amsterdam Martinus Schoumans Schaffen umfasst Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen mit Schiffen, Seegefechten und Flussansichten. Als Sohn eines Schiffers verfügte er über genaue Kenntnisse des Seewesens, die sich in der zuverlässigen Darstellung zeitgenössischer Schiffstypen niederschlagen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Darstellung des Bombardements von Algier vom 26.–27. August 1816 (entstanden 1823) sowie die Darstellung der Explosion des Kanonenbootes Nr. 2 unter dem Befehl von Jan van Speijk vor Antwerpen am 5. Februar 1831 (entstanden 1832). Gemälde von ihm befinden sich im Rijksmuseum Amsterdam (vier Werke) und im Dordrechts Museum (zwei Werke) sowie in der Sammlung Raczyński des Nationalmuseums in Posen. Zeichnungen werden in den Musées Royaux des Beaux-Arts in Brüssel (Sammlung de Grez), im Teyler-Museum in Haarlem sowie in der Albertina in Wien aufbewahrt.
Literatur Alfred von Wurzbach: Niederländisches Künstlerlexikon. Band 2. Amsterdam, 1910. J. Erkelens: Martinus Schouman (1770–1848). Biografie van een Dordtse zee-schilder. In: De Negentiende Eeuw. Nr. 4, 1983, S. 277–294. Dordrechts Museum (Hrsg.): Tussen zonnegoud en kaarslicht. Dordtse meesters 1780–1840. Ausstellungskatalog. Dordrecht, 1986. Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 12: Rouco – Sommer. Paris, 2006. Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online. De Gruyter, 2009.
Weblinks
RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis: Martinus Schouman ArtUK Städelsches Kunstinstitut – Digitale Sammlung
Einzelnachweise
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