Gerhard Eisenblätter (* 28. Mai 1907 in Königsberg i. Pr.; † 3. August 1975 in Stockelsdorf) war ein deutscher Bühnenbildner und Bildhauer.

Leben Gerhard Eisenblätter wurde am 28. Mai 1907 im preußischen Königsberg als Sohn des aus Duisburg stammenden Bühnen- und Landschaftsmalers Wilhelm Eisenblätter geboren. Er wurde, vielleicht vom Vater, zum Theatermaler und Bühnenbildner ausgebildet. Anschließend nahm er ein Studium an der Kunstakademie Königsberg auf, wo er unter anderem bei Karl Storch dem Älteren und Fritz Burmann lernte. Bereits während des Studiums erhielt Eisenblätter die Möglichkeit, seine Werke auszustellen.

In den 1930er Jahren lebte Eisenblätter zeitweise in der Künstlerkolonie Nidden, wo er Kontakt zu Theo von Brockhusen, Ernst Bischoff-Culm, Arthur Degner, Karl Eulenstein, Waldemar Rösler, Alfred Teichmann sowie Hermann und Edith Wirth pflegte.Künstlerkolonie Nidden: Maler der Künstlerkolonie, abgerufen am 9. Mai 2026. Im Jahr 1934 heiratete er die ebenfalls als Künstlerin tätige Erika Laskowski, die den Doppelnamen Erika Eisenblätter-Laskowski annahm. Aus der Ehe stammte der Sohn Anselm, der Architekturprofessor in Regensburg wurde. Gerhard Eisenblätter wurde während des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen.

Nach Kriegsende zog er ins schleswig-holsteinische Stockelsdorf. In Stockelsdorf selbst zeugen noch heute eine Vielzahl verschiedener Arbeiten, darunter vor allem Bildhauerwerke vom langjährigen Wirken des Künstlers. Daneben erhielt er Aufträge aus Nordrhein-Westfalen, wobei der Künstler dabei sogar als Duisburger Kunstschaffender bezeichnet wurde.Rolf Höfer: Auch in der Stadt Montan schaffen bildende Künstler. In: Erich Schwerbel (Hrsg.): Duisburger Heimatkalender 1960. Duisburg 1959. S. 110. Am 3. August 1975 starb Gerhard Eisenblätter in Stockelsdorf.

Werke (Auswahl) Eisenblätter schuf während und nach seinem Studium vor allem Gemälde, Aquarelle und Pastellzeichnungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte er sich auf Mosaiken, Sgraffito und Reliefs, die als Kunst am Bau an Bauwerken angebracht wurden. Viele der Arbeiten wurden für öffentliche Auftraggeber angefertigt. Viele der Arbeiten Eisenblätters befinden sich heute im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg.

Literatur Rolf Höfer: Auch in der Stadt Montan schaffen bildende Künstler. In: Erich Schwerbel (Hrsg.): Duisburger Heimatkalender 1960. Duisburg 1959. S. 108–111.

Weblinks SH-Kunst: Eisenblätter, Gerhard

Einzelnachweise

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