Die Region Koutiala ist eine Verwaltungsregion im Süden Malis. Sie entstand aus der Aufteilung der früheren Region Sikasso und hat ihren Hauptort in der Stadt Koutiala. Die Region gehört zum landwirtschaftlich bedeutenden Süden des Landes und gilt als eines der wichtigsten Baumwollanbaugebiete Malis.

Geografie Die Region Koutiala liegt im südöstlichen Binnenland Malis und grenzt im Osten und Südosten an Burkina Faso. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 14.600 km², was etwa 1,17 % des Staatsgebiets entspricht. Die Region grenzt an mehrere malische Regionen, darunter Sikasso, San, Ségou und Bougouni. Das Gebiet gehört überwiegend zur sudanisch-sahelischen Übergangszone. Die Landschaft ist durch Savannen, Ackerflächen, kleinere Flussläufe und saisonale Gewässer geprägt. Die Region liegt im Einzugsgebiet des Niger.

Geschichte Das Gebiet der heutigen Region Koutiala gehörte nach der Unabhängigkeit Malis lange zur Region Sikasso. Die Schaffung einer eigenen Region Koutiala wurde bereits durch die Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 über die Schaffung von Verwaltungsbezirken in der Republik Mali wurde die neue Gebietsgliederung umgesetzt und Koutiala als eigene Region eingerichtet. Die neue Region ging im Wesentlichen aus den früheren Kreisen Koutiala und Yorosso hervor.

Gliederung Die Region ist in acht Kreise (cercles) gegliedert. Nach Angaben von OCHA umfasst sie 22 Arrondissements, 46 Gemeinden und 386 Dörfer.

Code KreisKreisGemeinden1601Koutiala121602Yorosso71603M'Péssoba81604Molobala51605Koury21606Konséguéla31607Kouniana61608Zangasso3

Bevölkerung 2023 hatte die Region 1.169.882 Einwohner. Die Bevölkerung ist ethnisch und sprachlich vielfältig. Zu den wichtigsten Bevölkerungsgruppen gehören Minianka, Bambara, Peul/Fulbe, Bobo, Soninke und Senufo.

JahrEinwohnerzahl1998538.6062009812.11220231.153.961

Wirtschaft Die Wirtschaft der Region Koutiala ist stark landwirtschaftlich geprägt. Koutiala gilt als Kerngebiet des Baumwollanbaus in Mali, weshalb die Gegend als „Herzland des Baumwollanbau“ des Landes gilt. Die Stadt Koutiala ist ein bedeutendes agroindustrielles Zentrum. Dort sind Betriebe der Baumwollentkörnung, der Ölverarbeitung und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte angesiedelt. Neben Baumwolle werden vor allem Sorghum, Hirse, Mais, Erdnüsse und weitere Feldfrüchte angebaut. Als Probleme werden Bodendegradation, stagnierende Erträge und steigende Betriebsmittelkosten als zentrale Probleme der bäuerlichen Landwirtschaft genannt.

Einzelnachweise

Koutiala