Die Region San ist eine Verwaltungsregion im Süden von Mali. Sie entstand aus Teilen der früheren Region Ségou und hat ihren Hauptort in der Stadt San. Die Region liegt zwischen dem Bani-Niederungsraum, der Region Ségou und dem Grenzraum zu Burkina Faso.
Geografie Die Region San liegt im südlichen Zentralmali östlich der Stadt Ségou und südlich des Nigerbogens. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 14.200 km². Das Gebiet gehört überwiegend zur sudanisch-sahelischen Übergangszone. Die Landschaft ist durch Savannen, landwirtschaftlich genutzte Ebenen und Gewässer geprägt. Der Raum um San steht hydrologisch mit dem Einzugsgebiet des Bani in Verbindung, einem wichtigen Nebenfluss des Niger. Die Niederschläge konzentrieren sich auf die Regenzeit und bestimmen in hohem Maße die landwirtschaftlichen Erträge.
Geschichte Das Gebiet der heutigen Region San gehörte nach der Unabhängigkeit Malis lange zur Region Ségou. Die Schaffung einer eigenen Region San wurde bereits durch die Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen, jedoch zunächst nicht vollständig umgesetzt. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 über die Schaffung von Verwaltungsbezirken in der Republik Mali wurde die neue Gebietsgliederung schließlich bestätigt und San als eine der Regionen des Landes festgelegt. Das alte Gebiet des Kreises San entspricht teilweise der neuen Region.
Gliederung Die Region ist in sieben Kreise (cercles) gegliedert. Nach Angaben von OCHA umfasst sie 17 Arrondissements, 42 Gemeinden und 832 Dörfer.
Code KreisKreisGemeinden1701San91702Tominian51703Kimparana101704Yangasso81705Fangasso31706Mandiakuy41707Sy3
Bevölkerung 2023 hatte die Region 809.615 Einwohner. Die Bevölkerung ist ethnisch und sprachlich vielfältig und setzt sich aus Völkern wie den Markadialan, Bambara, Songhai oder Fulbe zusammen.
JahrEinwohnerzahl1998461.9822009612.2262023809.615
Wirtschaft Die Wirtschaft der Region San ist wie die meisten Teile Malis von der Landwirtschaft geprägt und die südlichen und zentralen Landesteile gehören zu den wichtigeren landwirtschaftlichen Produktionsräumen des Landes. Hauptanbauprodukte sind Hirse, Sorghum, Mais, Baumwolle und Erdnüsse. Die Region profitiert auch von ihrer Lage an wichtigen Verkehrsachsen zwischen Bamako, Ségou, Mopti und dem Osten Malis sowie dem Nachbarland Burkina Faso.
Einzelnachweise
San