Tod im Fahrstuhl ist der Titel der 109. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Nach einem abendlichen Besuch bei seinem Steuerberater entdeckt Rechtsanwalt Dr. Franck in einem Aufzug des Bürogebäudes die Leiche eines Mannes. Als die von ihm verständigte Polizei eintrifft, ist der Tote jedoch verschwunden, wodurch Francks Schilderungen zunächst unglaubwürdig erscheinen. Er beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Josef Matula mit eigenen Nachforschungen. Im Treppenhaus des Gebäudes trifft Matula auf einen dort übernachtenden Obdachlosen, den er zunächst für die von Franck gesehene Person hält. Dieser berichtet jedoch, dass im obersten Stockwerk des Gebäudes noch bis spät in die Nacht Licht gebrannt habe. Der dort ansässige Unternehmer Christian Bialas erklärt hingegen, das Büro bereits früh verlassen zu haben. Sein Mitarbeiter Jochen Kuhn widerspricht dieser Darstellung.

Am folgenden Tag wird Dr. Franck in der Rechtsmedizin die Leiche gezeigt, die inzwischen im Betriebsraum der Aufzugsanlage entdeckt worden ist. Bei dem Toten handelt es sich um einen vorbestraften Einbrecher. Unter Mordverdacht gerät Matthias Altmann, der Liebhaber von Sylvia Bialas, der Ehefrau von Christian Bialas. In der Hand des Opfers wurde ein Stofffetzen gefunden, der Altmanns Jacke zugeordnet werden kann. Dieser beteuert jedoch seine Unschuld und verweist auf ein Alibi, welches Sylvia Bialas jedoch zunächst nicht bestätigen möchte.

Im weiteren Verlauf stellt Matula fest, dass ein Tresor im Büro von Christian Bialas gewaltsam geöffnet worden ist. In einem von der Lebensgefährtin des Toten betriebenen Fitnessstudio, welches Bialas regelmäßig aufsucht, konfrontiert Matula den Unternehmer mit seinen Erkenntnissen und wird daraufhin von diesem tätlich angegriffen. Kurz darauf erscheint Sylvia Bialas und erklärt, das Alibi von Matthias Altmann nun doch bestätigen zu wollen, woraufhin dieser aus der Untersuchungshaft entlassen wird.

Als Jochen Kuhn versucht, den Spind des Toten zu öffnen, wird er von Matula überrascht und entfernt sich eilig. Wenig später wird Matula versehentlich in einem Lagerraum des Fitnessstudios eingeschlossen. Noch bevor es ihm am nächsten Morgen gelingt, sich zu befreien, vernimmt er zwei Schüsse. Kurz darauf entdeckt er die erschossene Studioinhaberin Sabine Breuer. Christian Bialas flüchtet unmittelbar vom Tatort. Die durch Anwohner alarmierte Polizei trifft ein und verdächtigt zunächst Matula der Tat.

Gegenüber Dr. Franck räumt Christian Bialas später ein, dass der Tote ihn mit belastenden Unterlagen erpresst habe, die dieser zuvor aus dem Tresor entwendet hatte. Die Dokumente habe der Erpresser bei seiner Lebensgefährtin Sabine Breuer deponiert. Bialas gesteht zudem, die Leiche aus dem Aufzug in den Betriebsraum verbracht zu haben, bestreitet jedoch, die beiden Morde begangen zu haben. Auf Anraten Francks stellt er sich schließlich der Polizei.

Matula findet heraus, dass Jochen Kuhn beabsichtigt, kurzfristig zu verreisen. Er konfrontiert ihn mit den belastenden Unterlagen und erklärt, diese der Polizei übergeben zu wollen. Daraufhin bedroht Kuhn Matula mit einer Schusswaffe, nachdem dieser zuvor ein Schweigegeldangebot ausgeschlagen hatte. Die von Matula vorsorglich verständigte Kriminalpolizei greift nun ein und nimmt Kuhn fest. Dieser erklärt, aus Verbitterung über die jahrelange Unterdrückung durch Christian Bialas gehandelt zu haben.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. In einer Szene spazieren Matula und Dr. Franck über den Holbeinsteg. Als das Hochhaus, in dessen Aufzug der erste Mord geschah, diente die ehemalige IBM-Zentrale in Frankfurt-Niederrad.Ehemalige IBM-Zentrale Abgerufen am 8. Mai 2026. Weitere Szenen wurden vor dem damaligen Landgericht Wiesbaden in der dortigen Gerichtsstraße gedreht.

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Einzelnachweise

Tod im Fahrstuhl