Marcel Van Langenhove (* 16. April 1944) ist ein ehemaliger belgischer Fußballschiedsrichter.
Werdegang Van Langenhove leitete ab Mitte der 1970er Jahre Meisterschaftsspiele in der 1. Division und rückte schnell auf die FIFA-Schiedsrichterliste, wenngleich er zeitweise im Schatten seines Landsmanns Alexis Ponnet stand
Im August 1977 debütierte Van Langenhove im Alter von 33 Jahren als Länderspielschiedsrichter beim Duell Österreich gegen Polen, das die Gastgeber im Wiener Praterstadion mit 2:1 gewannen. In den folgenden Jahren kam er regelmäßig in den Qualifikationsspielen zu Europa- und Weltmeisterschaftsturnieren zum Einsatz. Beim Vier-Länder-Turnier leitete er das im Olympiastadion Berlin ausgetragene Finalspiel zwischen Schweden und der Sowjetunion, das der nordeuropäische Außenseiter mit 2:0 für sich entschied. Bei der WM-Endrunde 1990 gehörte er zu den UEFA-Vertretern, dabei wurde ihm die Spielleitung des torlos endenden Gruppenspiels zwischen Ägypten und Irland angetragen. Zuvor hatte er bereits Turniererfahrung bei Junioren-Europa- und Weltmeisterschaften gesammelt.
Auf europäischer Ebene leitete Van Langenhove regelmäßig Europapokalpartien. Dabei blieb ihm eine Finalleitung verwehrt, mehrfach pfiff er jedoch Viertel- und Halbfinalspiele in den verschiedenen Wettbewerben.
Van Langenhove war zweimal Finalschiedsrichter in den Wettbewerben um den belgischen Landespokal. Im Wettbewerb 1977/78 leitete er das Endspiel zwischen KSK Beveren und dem SC Charleroi (3:0) und im Wettbewerb 1981/82 das Finale zwischen Waterschei SV Thor Genk und KSV Waregem (2:0).
Van Langenhove wurde nach Einführung der Auszeichnung zum Schiedsrichter des Jahres in Belgien zur Spielzeit 1983/84 bis zu seinem Karriereende 1991 mit den ersten acht Auszeichnungen bedacht.
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