mini|Ina Kerner neben Bernd Bornhorst, 2014
Ina Kerner ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Universitätsprofessorin.
Werdegang Kerner begann 1990 mit dem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Bonn und wechselte nach einem Gastaufenthalt in Quetzaltenango für das Hauptstudium an die Freie Universität Berlin. Für ein Austauschjahr ging sie in dieser Zeit nach Chapel Hill und schloss 1998 als Diplom-Politologin am Otto-Suhr-Institut ab. Vor und während des Studiums war sie zudem journalistisch für Die Tageszeitung tätig. Anschließend verbrachte sie ein halbes Jahr als Projekthospitantin eines entwicklungspolitischen Projekts in Managua, ehe sie für die Promotion an das Otto-Suhr-Institut zurückkehrte. Unterbrochen von einem Gastsemester an der New School for Social Research in New York City wurde sie 2006 zur Dr. phil.promoviert. Anschließend wurde sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin tätig und trat ab 2009 die Juniorprofessur Diversity Politics am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin an, die sie bis 2016 innehatte, und erhielt dort den Preis für gute Lehre.
Von 2017 bis 2023 war sie an der Universität Koblenz-Landau ordentliche Professorin für Dynamiken der Globalisierung und Leiterin des Seminars Politische Wissenschaft im Institut für Kulturwissenschaft am Campus Koblenz; seit der Neustrukturierung an der Universität Koblenz im Jahr 2023 ist sie Professorin für Politische Wissenschaft. Davor und zwischenzeitlich hatte sie zudem Fellowships und Gastprofessuren u. a. an der University of the Western Cape in Südafrika, der Quaid-e-Azam-Universität in Pakistan und der Universidade de Brasília in Brasilien inne.
Forschung Kerner befasst sich schwerpunktmäßig mit politischer, feministischer und postkolonialer Theorie. Ihre Diplomarbeit trug 1998 den Titel Feminismus, Entwicklungszusammenarbeit und postkoloniale Kritik. Ihre Dissertation verfasste sie 2006 zum Thema Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus und bezog sich hierbei u. a. auf die Macht-Theorie von Michel Foucault; bewertet mit summa cum laude. „Sie plädiert für eine integrative Sichtweise, die Rassismus und Sexismus als mehrdimensionale Machtrelationen fasst und dabei Ähnlichkeiten, Unterschiede, Kopplungen und Intersektionen zwischen ihnen berücksichtigt.“Differenzen und Macht, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, Technische Universität Berlin. Abgerufen am 8. Mai 2026
Daran anschließend befasst sie sich ferner mit Diversität, Gender Studies, Intersektionalität und Religion.
Publikationen (Auswahl)
Weblinks Ina Kerner auf uni-koblenz.de Ina Kerner auf SciPort RLP
Christoph David Piorkowski: Nachwehen des Kolonialismus: Gewalt und Ausbeutung bis in die Gegenwart. (Interview mit Ina Kerner) In: Tagesspiegel. 15. Januar 2020, abgerufen am 8. Mai 2026.
Einzelnachweise
Kategorie:Politikwissenschaftler Kategorie:Geschlechterforscher Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Koblenz-Landau) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Koblenz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau