Credința () ist ein Dorf im Kreis Constanța in der Region Dobrudscha in Rumänien. Es ist Teil der Gemeinde Chirnogeni.
Der Ort liegt an der Dorfstraße (Drum comunal) DC25 im südlichen Teil des Kreises. Zur Zeit der deutschen Siedlung hieß das Dorf Sofular. Bei der Volkszählung 2021 hatte es 285 Einwohner. Das Dorf wurde von evangelischen Dobrudschadeutschen bewohnt.
Geografie Das Dorf befindet sich in der Negru Vodă Hochebene im südlichen Teil der Dobrudscha, im Südosten Rumäniens. Dies Hochebene ist ein Teil der Cobadin-Hochebene (Süddobrudscha-Hochebene). Sie entstand auf Kalksteinablagerungen die ein spektakuläres Karstrelief mit Trockentälern, Schluchten, Dolinen und Senken mit abflusslosen Zonen bilden. Höhe über Meer: 150–200 m.
Geschichte Sofular war im 19. Jahrhundert als osmanische Siedlung geprägt. Entwicklung bis 1940 Die deutsche Besiedlung begann im Jahr 1890. Von den Brüdern Emanuel und Michael Leyer, aus Plotzk in Bessarabien stammend, wurde der erste Grundbesitz erworben. In den nachfolgenden Jahren wurden 1200 ha des zum Dorf gehörenden Landes von nach der Türkei zurückwandernden Türken erworben. Im Herbst des Jahres 1892 kamen die ersten deutschen Familien an, fünf Familien aus Wolhynien und zwei aus Bessarabien.
Immer wieder verließen Familien auch wieder das Dorf, welche u. a. auch nach Amerika auswanderten. Die evangelischen Deutschen gehörten zunächst zum Kirchspiel Konstanza Konstanza. Nach Gründung des Kobadiner Kirchspiels 1912 zählte Sofular zu diesem.
Unter der Leitung von Michael Em. Leyer entwickelte sich das Dorf zu einer stabilen bäuerlichen Gemeinschaft. 1923 wurde eine Mühle errichtet. Im Jahre 1928 wurde ein Schul- und Bethaus auf einem in der Mitte des Dorfes befindlichen Platz errichtet.Gustav Ziebart: Chronik der Gemeinde Sofular. In: Deutscher Volkskalender für Bessarabien, 1931.
Umsiedlung 1940 Sofular als eine der geschlossenen deutschen Siedlungen in der Dobrudscha, hat eine besondere historische Bedeutung. Im Rahmen der nationalsozialistischen Aktion „Heim ins Reich“ wurden die deutschen Bewohner im November/Dezember 1940 evakuiert. Die letzte Gruppe, 114 Personen, verließ die Region am 13. Dezember 1940. 1940 wurden 114 deutsche Personen aus Sofular umgesiedelt.
Persönlichkeiten Irmgard Gerlinde Stiller-Leyer (1919–2003), Vorsitzende der Landsmannschaft der Dobrudscha-Deutschen und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, Chronistin des Ortes.
Literatur Küsterlehrer Gustav Joh.-Aug. Ziebart: Chronik der Gemeinde Sofular in „Beitrag aus Deutscher Volkskalender für Bessarabien. 12. Jahrgang, Tarutino 1931“, S. 104–110. Digitalisat Sofular (Credinta). Von Gustav Ziebart, im Heimatbuch der Dobrudschadeutschen, Seite 412ff
Einzelnachweise
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