Der Río Nansa ist ein 55 km langer Küstenfluss in Nordspanien, in der Region Kantabrien. Er entwässert in den Golf von Biskaya und bildet an der Mündung die Ría de Tina Menor.

Geographie Das länglich gestreckte Einzugsgebiet des Flusses Nansa liegt im Westen Kantabriens überwiegend in der Comarca Saja-Nansa und zu einem geringen Anteil in der Comarca Costa Occidental. Die Lage auf der Nordseite des Kantabrischen Gebirges bedingt die Entwässerungsrichtung des Flusses von Süden nach Norden. Die Topographie ist bergig-hügelig mit mehreren Seitentälern, aus denen kleinere und größere Zuflüsse, wie der Río Quivierda (von rechts) oder der Río Lamasón (von links) den Nansa speisen. Die höchste Erhebung bildet der zugleich südlichste Punkt des Einzugsgebietes, der Pico de los Tres Mares, mit 2171 m über dem Meeresspiegel. Den niedrigsten Punkt des Flusslaufs stellt der Atlantik an der Mündung dar. In Küstennähe werden die Landschaft und das Sohlgefälle des Flusses deutlich flacher und der Nansa bildet an seiner Mündung ein Ästuar mit einem gezeitenbeeinflussten Watt- und Feuchtgebiet, die Ría de Tina Mayor.

Das maritime Klima ist ganzjährig niederschlagsreich, dadurch sind die meisten Fließgewässer permanent wasserführend. zentriert|mini|Einzugsgebiet des Río Nansa

Gemeinden In Fließrichtung von Norden nach Süden durchquert der Río Nansa die folgenden Gemeinden (spanisch Municipios): Polaciones, Tudanca, Rionansa, Herrerías, Val de San Vicente.

Wasserkraftnutzung Der Río Nansa wird intensiv zur Wasserkrafterzeugung genutzt. Insgesamt vier Wasserkraftwerke mit den zugehörigen Stauanlagen befinden sich an seinem Flusslauf. Die oberste Anlage liegt nördlich der Ortschaft Punte Pumar. Es handelt sich dabei um eine Talsperre in Form einer Bogenstaumauer. Der dahinter befindliche Stausee trägt die Bezeichnung Embalse de la Cohilla, hat eine Fläche von 450 ha und ein Volumen von 12 hm³. Das Wasserkraftwerk zu dieser Talsperre liegt rund 3 km weiter unterhalb (Central eléctrica de la La Lastra oder Peña de Bejo). Hier befindet sich zugleich auch eine Wehranlage mit einer weiteren Ausleitung in eine Druckleitung, die ca. 10 km unterhalb das Wasserkraftwerk Rozadío speist. Unterhalb der Wiedereinleitung des Wassers aus dieser Wasserkraftanlage wird der Río Nansa erneut durch eine Wehranlage aufgestaut und wieder über eine Druckleitung zum nächsten Kraftwerk (Central Hidroeléctrica Celis), in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft, geführt. Etwa 2,5 km weiter in Fließrichtung folgt die vierte und letzte Stauanlage, diese ist erneut als Talsperre ausgebildet, mit dem Stausee Palombera. Auch hier wird wieder über eine Druckleitung das Wasser einem Kraftwerk unterhalb zugeführt (Central Herrerías).

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Einzelnachweise

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