Klaus Börner (* 22. Juni 1929 in Senftenberg, Niederlausitz; † 20. November 2018 in Neuss) war ein deutscher Pianist, Musikpädagoge und Professor für Klavier, Klavierdidaktik und Formenlehre.
Leben und Wirken Klaus Börner studierte Musikpädagogik mit dem Hauptfach Klavier an der Franz Liszt-Musikhochschule in Weimar, welches er im Jahr 1946 begann und 1949 mit dem Staatlichen Privatmusiklehrerexamen abschloss. Im Anschluss studierte er am Conservatoire de Lausanne und schloss dieses Studium 1952 mit dem „Examen de virtuosité“ ab. Im Jahr 1953 konnte er seine Ausbildung abrunden unter anderem durch Meisterkurse bei den epochalen Pianisten Alfred Cortot, Edwin Fischer und Wilhelm Kempff und startete eine Konzertkarriere, die ihn weltweit in 70 Länder brachte. 1956 gewann Klaus Börner den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Maria Canals International Music Competition in Barcelona und die Jeunesses Musicales Deutschland wurde auf ihn aufmerksam. Im Jahr 1959 wurde er dann in die „Bundesauswahl junger Künstler des Deutschen Musikrates“ aufgenommen. Bereits im selben Jahr begann er seine universitäre Lehrtätigkeit und unterrichtete Klavier und Fachdidaktik am „Robert-Schumann-Konservatorium“ der Stadt Düsseldorf und erhielt im Wintersemester 1970/71 einen Ruf als Professor für Klavier, Klavierdidaktik und Formenlehre in den Fachbereich Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er bis zu seiner Emeritierung im Sommersemester 1998 lehrte. Neben seiner Professur gab Börner auch Gastvorlesungen an Universitäten und Musikhochschulen im In- und Ausland sowie Sommerkurse für den jungen Nachwuchs.
Von 1962 bis 1986 konzertierte das von ihm gegründete Börner-Trio mit dem Hornisten Walter Lexutt und dem Violinisten Gert Hulverscheid rund um die Welt.
Neben langjähriger Mitarbeit an den Klavier-Urtext-Ausgaben des Henle-Verlags, kritischen Analysen von Klavierschulen sowie Noten-, Buch- und Konzert-Rezensionen wurde sein Forschungsschwerpunkt die vierhändige Klaviermusik aller Epochen, was sein 2005 bei Atlantis erschienene bedeutende Buch „Handbuch der Klavierliteratur zu vier Händen“ dokumentiert.
Börner stand immer seiner Neusser Versöhnungskirche für Gottesdienstmusik zur Verfügung.
Familie Klaus Börner stammt aus einer Kaufmannsfamilie und heiratete im Jahr 1958 die Pianistin und Lehrerin Helga Kibal, mit der er auch gerne im Klavierduo vierhändig musizierte. Aus dieser Ehe stammen der Bratschist Martin Börner, der bei den Niederrheinischen Sinfonikern spielt, und die Geigerin Eva Gosling, mit denen Klaus Börner auch öffentliche Auftritte in Neuss hatte. Diese zeugten nicht nur von der Musikalität der ganzen Familie, sondern bewiesen auch das musikpädagogische Können beider Eltern.
Preise und Auszeichnungen 1950 Weimarpreis 1956 1. Preis Internationaler Klavierwettbewerb Maria Canals International Music Competition in Barcelona 1967 1, Preis, Internationaler Klavierwettbewerb Rina Sala Gallo Monza in Monza Ehrenmitglied, Jeunesses Musicales Deutschland
Veröffentlichungen Handbuch der Klavierliteratur zu vier Händen. Atlantis, Zürich und Mainz 2005, ISBN 3-254-00265-2. 3 poems: for piano duet; opus 20 = 3 Poesien. Edward MacDowell, Schott, Mainz, 2011, als Editor Romantische Klaviermusik: 23 Stücke für Klavier vierhändig = Romantic piano music. Schott, Mainz, als Herausgeber
Weblinks Jeunesses Musicales Deutschland - Ehrenmitglieder 8.12.1973 Beim 225. casino-Konzert gastiert das Börner-Trio, ergänzt durch den Cellisten Daniel Cahen, mit Werken von Mozart, Haydn, Brahms und Henze Klaus Börner Deutsche Nationalbibliothek Klaus Börner Pianist Klaus Börner gestorben, RP, 08.12.2018 1968 Asien-Tournee, Boerner trio concert in Penang, The Straits Times, 12 November 1968, Page 12 Vierhändig, Klaus Börner verstorben, Neue Musikzeitung, Ausgabe 2/2019 - 68. Jahrgang Veröffentlichungen von Klaus Börner beim Schott Verlag
Einzelnachweise
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