mini|hochkant|Gaspare Kardinal Grassellini Gaspare Grassellini (* 19. Januar 1796 in Palermo, Königreich Sizilien; † 16. September 1875 in Frascati, Latium, Königreich Italien) war ein italienischer Kurienkardinal bzw. Kardinaldiakon.
Leben Gaspare Grassellini wurde in eine piemontesische adlige Familie geboren. Er studierte Geschichte und Recht an der Universität Palermo. Wann er ordiniert wurde, ist unbekannt. 1832 wurde er Apostolischer Delegierter in Ascoli. Nachfolgend war er Apostolischer Delegierter von 1833 bis 1836 (sowie Ende 1846) in Ancona. Von 1846 bis 1847 war er stellvertretender Kardinalkämmerer der Heiligen Römischen Kirche. Christoph Weber: Kardinäle und Prälaten in den letzten Jahrzehnten des Kirchenstaates. Elite-Rekrutierung, Karriere-Muster und soziale Zusammensetzung der kurialen Führungsschicht zur Zeit Pius’ IX. (1846-1878). Hiersemann, Stuttgart 1978. Grassellini wurde von Papst Pius IX. im Konsistorium vom 16. Juni 1856 als Kardinaldiakon kreiert. Ihm wurde die Titelkirche Santi Vito, Modesto e Crescenzia zugewiesen. 1867 wurde er Kardinaldiakon der Titelkirche Santa Maria ad Martyres. Er nahm am Ersten vatikanischen Konzil 1869/1870 teil. 1871 wurde er Kämmerer des Kardinalskollegiums, was er bis zum Februar 1872 blieb. Nach seinem Tod in Frascati wurde er auf dem Friedhof Campo Verano bestattet. Zuletzt war er zudem Priester der Kongregation vom Oratorium des heiligen Philipp Neri.
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Einzelnachweise
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