Hans Ischinger (* 20. Januar 1872 in Herbrechtingen; † 14. Juni 1925 in München) war ein deutscher Gewerkschafter und Mitglied des Bayerischen Landtags.
Leben Hans Ischinger erlernte den Beruf eines Schlossers und engagierte sich in der Politik. Er wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und war in Heidenheim an der Brenz Vertrauensmann und Vorsitzender der örtlichen Gewerkschaft. Von 1900 bis 1919 war er Geschäftsführer des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes, dessen Vorsitzender er später wurde. Im gleichen Zeitraum war er Gemeindebevollmächtigter im Münchener Stadtrat.
Von 1904 bis 1908 führte er den Vorsitz im SPD-Landesvorstand Bayern und kam im März 1919 als Referent in das Ministerium für soziale Fürsorge, das durch die Regierung Eisner gebildet wurde. 1924 wurde er dort zum Regierungsrat befördert.
Ischinger hatte ein Mandat für den Provisorischen Nationalrat, der vom 8. November 1918 bis zum 4. Januar 1919 tagte. Dieser hatte nur beratende Funktion und kein Mitwirkungsrecht bei der Gesetzgebung.
Für den Wahlkreis München V, Weilheim, Berchtesgaden wurde er in den 1. Landtag gewählt, wo er in verschiedenen Landtagsausschüssen tätig war. Vom 17. März 1919 an war er als 1. Schriftführer Mitglied des Landtagspräsidiums und wurde im Juli 1919 Mitglied des XII. Volksgerichts-Ausschusses.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtags (Weimarer Republik, 1. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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