Oliver Wölfling (* 8. September 1967; † 22. März 2004) war ein deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang Der aus der Schweinfurter Vorortgemeinde Niederwerrn stammende Wölfling begann mit dem Vereinsfußball beim für seine titelgewinnende Korbballmannschaft bekannten lokalen VfL Niederwerrn, den er als Jugendspieler in Richtung 1. FC Schweinfurt 05 verließ. Dort rückte er in die in der Bayernliga antretende Wettkampfmannschaft auf, mit der er in der Spielzeit 1988/89 Vizemeister hinter der SpVgg Unterhaching wurde. In der Deutschen Amateurmeisterschaft 1989 erreichte der Libero mit dem Klub unter anderem nach einem 2:1-Erfolg über den VfL Wolfsburg in der ersten Runde, zu dem er einen Treffer beigesteuert hatte, das Semifinale. Dort verpasste man gegen den späteren Titelträger Eintracht Trier den Finaleinzug. Unter Cheftrainer Werner Lorant wurde die Mannschaft in der folgenden Spielzeit bayerischer Meister. Beim den ersten Platz sichernden 3:3-Remis im direkten Duell gegen den TSV 1860 München am letzten Spieltag erzielte er per Strafstoß den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. In allen sechs Spielen der anschließenden Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga stand Wölfling dabei als Stammspieler auf dem Platz und erzielte beim 1:1-Unentschieden beim SSV Reutlingen 05 den Treffer zum Endstand. Punktgleich mit dem 1. FSV Mainz 05 gelang als Gruppenzweiter mit einem Punkt Vorsprung auf den baden-württembergischen Vertreter der Sprung in die Zweitklassigkeit.

Unter Neutrainer Elmar Wienecke war Wölfling auch in der 2. Bundesliga Stammspieler, als der Klub ab dem ersten Spieltag der Zweitligasaison 1990/91 mit einer Serie von zehn Niederlagen in die Spielzeit startend auf dem letzten Tabellenplatz stand. Beim ersten Punktgewinn durch ein 1:1-Remis beim Abstiegskonkurrenten Hannover 96 unter dem mittlerweile als Trainer engagierten Niko Semlitsch am elften Spieltag erzielte er mit seinen zweiten Saisontreffer das Tor zum Endstand. Nach einer Roten Karte bei einer 0:4-Auswärtsniederlage bei Rot-Weiss Essen Ende Oktober musste er nach Urteilsverkündung im November bis zum Jahresende pausieren, stand aber beim ersten Saisonsieg im März 1991 am 24. Spieltag beim 3:1-Heimerfolg über den Aufstiegsaspiranten Waldhof Mannheim wieder in der Startformation und zählte dabei via Strafstoßtreffer neben Carsten Weiß und Rudolf Gürtler zu den Torschützen.

Nach dem direkten Wiederabstieg blieb Wölfling den „Schnüdel“ treu, in der Spielzeit 1991/92 gehörte beim Erreichen des siebten Tabellenplatzes mit sieben Saisontoren zu den besten Torschützen des Klubs. Der Verein platzierte sich in der Folge im mittleren Tabellenbereich, so dass er am Ende der Spielzeit 1993/94 die Qualifikation der sechs besten bayerischen Mannschaften für die neu geschaffene drittklassige Regionalliga Süd verpasste.

1997 wechselte Wölfling zum TSV Großbardorf, der in die seinerzeit fünftklassige Landesliga Bayern aufgestiegen war. 2003 schaffte er unter Cheftrainer Erwin Albert – zu Schweinfurter Zweitligazeiten Vereinskamerad Wölflings – mit der Mannschaft unter anderem an der Seite des Ex-Profis Thorsten Seufert den Aufstieg in die Bayernliga.Süddeutsche Zeitung: „Gegner mit eingebauter Toregarantie“ (6. September 2003, S. R10 Ausgabe Landkreis Fürstenfeldbruck) Nachdem er nach einem Kreuzbandriss im Relegationsspiel gegen den SV Gendorf-Burgkirchen weite Teile der Bayernliga-Spielzeit 2003/04 verpasst hatte, kehrte er im Frühjahr wenige Tage vor seinem überraschenden Tod aufgrund eines zuvor nicht bemerkten Gehirnaneurysmas aufs Spielfeld zurück.Main-Post: „Großbardorf gedenkt Oliver Wölfling“ (22. März 2014)

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