mini|hochkant=1.3|Die Flagge der Compagnie marseillaise de navigation Fraissinet mini|hochkant=1.3|Der von Régis Fraissinet beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1965 gefahrene Iso Grifo A3/C Jean-Marc Régis Marie Fraissinet (* 16. November 1931 in Paris; † 14. September 2023 in Genf) war ein französischer Automobilrennfahrer und Unternehmer.

Familie

Régis Fraissinet war Abkömmling einer wohlhabenden Familie und der Sohn von Jean Fraissinet (1894–1981) und Mathilde Cyprien-Fabre (1902–1960). Er hatte zwei Geschwister, Roland (geb. 1922) und Nadine (geb. 1926). Er war verheiratet und hatte einen Sohn.Über die Hochzeit der Eltern von Régis Fraissinet

Pilot und Unternehmer

Die Fraissinets führten in Marseille die Reederei Compagnie marseillaise de navigation Fraissinet & Cie. Von 1962 bis 1978 war er ein Mitglied der Geschäftsleitung und für die Datenverwaltung des Unternehmens verantwortlich. Er war Militärpilot und Hauptmann der Reserve in der Französischen Luftwaffe. Die Leidenschaft für die Fliegerei hatte er von seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg Kampfflieger war. 1981 eröffnete er in der südfranzösischen Gemeinde Vauvenargues die Renn- und Teststrecke Circuit Automobile du Grand Sambuc.Die Renn- und Teststrecke Circuit Automobile du Grand Sambuc

Karriere als Rennfahrer

Der auch als Sportkletterer und Bergsteiger aktive Régis Fraissinet war ein vielfach verpflichteter Test- und Entwicklungsfahrer. Erfolgreich war er vor allem als Bergrennfahrer mit 13 seiner 19 Gesamtsiege. Zu Beginn seiner Karriere war er hauptsächlich als Privatfahrer aktiv, unter anderem mit Rennwagen von Ferrari, Porsche, Lotus, Abarth und AC Cobra. Er startete dreimal beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, mit der besten Platzierung 1965, als er im Iso Grifo A3/C Neunter in der Gesamtwertung wurde und einen Klassensieg einfuhr.

Zu Beginn der 1960er-Jahre lernte er Giotto Bizzarrini kennen und war als Fahrer in die Entwicklung des Iso Grifo A3/C und des Bizzarrini GT 5300 eingebunden. Neben dem Klassensieg in Le Mans gab es einen 13. Endrang beim 1000-km-Rennen von Monza und einen Ausfall beim 12-Stunden-Rennen von Reims. Er erwarb Anteile an Automobili Bizzarrini und ließ einen Rennwagen für den Bergrennsport entwickeln. Der Monoposto hatte einen Chevrolet-V-Achtzylindermotor, der nie zum Einsatz kam, da er für diese Form des Motorsports zu viel Leistung hatte.

Er starb im September 2023.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1962 Abarth Corse & Cie Fiat-Abarth 700S TwinCam Paul Condrillier Ausfall Zylinderschaden 1964 Société Chardonnet AC Cobra Jean de Mortemart Rang 18 1965 Iso Prototipi Bizzarrini Iso Grifo A3/C Jean de Mortemart Rang 9 und Klassensieg

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 1962 AbarthRégis Fraissinet Fiat-Abarth 700SPorsche 718 DNF DNF 1963 Régis Fraissinet Porsche 718 7 1964 Société Chardonnet AC Cobra 18 1965 Giotto Bizzarini Automobili Iso Grifo A3/C 13 9 DNF

Literatur Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.

Weblinks

Offizielle Website Régis Fraissinet bei Motorsport Memorial (englisch) Régis Fraissinet bei Racing Sports Cars Régis Fraissinet bei 24-h-en-piste

Einzelnachweise

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