Rache ist der Titel der 106. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Der arbeitslose Arno Knecht tritt vor Gericht als Zeuge auf und erklärt, der Wagen des angeklagten Bauunternehmers Werner Huber habe ihm und seinem Bruder Peter, die gemeinsam auf seinem Motorrad unterwegs gewesen seien, die Vorfahrt genommen. Dadurch sei es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem Peter Knecht eine Querschnittlähmung erlitten habe. Knecht gibt an, einen männlichen Fahrer sowie eine junge, rothaarige Beifahrerin erkannt zu haben. Der Unfallverursacher habe sich anschließend unerlaubt vom Unfallort entfernt. Der Verteidiger Hubers, Rechtsanwalt Dr. Franck, stellt die Glaubwürdigkeit dieser Aussage in Frage und unterstellt dem Zeugen eigennützige Motive im Hinblick auf mögliche Schadensersatzforderungen gegen den vermögenden Angeklagten. Ein weiterer Zeuge, Herr Ringwald, liefert Huber ein Alibi für den Unfallzeitpunkt. Zudem sei dessen Fahrzeug am betreffenden Abend von einer unbekannten Person entwendet worden. Auf dieser Grundlage erfolgt der Freispruch Hubers.

Auf Vermittlung Dr. Francks beauftragt Werner Huber den Privatdetektiv Josef Matula, nachdem seine Ehefrau Vera Opfer eines Überfalls geworden ist und in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Matula gelangt im Zuge seiner Ermittlungen zu der Einschätzung, dass dieser Überfall lediglich vorgetäuscht worden ist. Auf ausdrücklichen Wunsch Vera Hubers sieht er jedoch zunächst davon ab, deren Ehemann über diesen Verdacht zu informieren.

Nachdem der Zeuge Ringwald plötzlich verschwunden ist, wendet sich dessen Ehefrau auf Empfehlung Hubers an Matula. Über einen Bekannten von Huber und Ringwald erfährt der Detektiv von einem Appartement, das dieser erst wenige Monate zuvor angemietet hatte und seitdem regelmäßig aufsuchte. Matula verschafft sich heimlich Zugang zu der Wohnung und entdeckt dort die Leiche Ringwalds. Gemeinsam mit Dr. Franck konfrontiert er daraufhin Werner Huber mit dem Verdacht des außerehelichen Verhältnisses zwischen Ringwald und Vera Huber. Diese erklärt, sie habe die Leiche bereits zuvor aufgefunden und sei anschließend von einer unbekannten Person niedergeschlagen worden. Um die Herkunft ihrer dabei erlittenen Kopfverletzung zu verschleiern, habe sie den Überfall inszeniert. Matula verständigt daraufhin die Polizei bezüglich der Leiche Ringwalds. Kurz darauf wird Vera Huber im Krankenhaus von Kommissar Eck aufgesucht, nachdem eine anonyme Anruferin sie des Totschlags verdächtigt hat. Im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt soll sie demnach in Untersuchungshaft genommen werden.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen gewinnt Matula den Eindruck, Werner Huber unterhalte seinerseits ein Verhältnis mit der Sekretärin Tina Schilling. Auch Arno Knecht, der weiterhin belastende Hinweise gegen Huber sammelt, scheint über entsprechende Kenntnisse zu verfügen. Diesbezüglich von Matula und Franck befragt, gibt er an, Huber am Abend des Mordes zu Ringwald verfolgt und wenig später auch Vera Hubers Eintreffen am Tatort beobachtet zu haben. Schließlich räumt Tina Schilling gegenüber Franck und Matula ein, die anonyme Anruferin bei der Polizei gewesen zu sein, und erklärt, im Auftrag Werner Hubers gehandelt zu haben, um dessen Ehefrau zu belasten. Zudem bestätigt sie, am Abend des Unfalls mit den Knecht-Brüdern als Beifahrerin in Hubers Fahrzeug gesessen zu haben.

In der Folge konfrontieren Franck und Matula Huber auf dessen Firmengelände mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Dieser bestreitet zunächst jede Beteiligung, versucht jedoch schließlich, sich mit einem Geländewagen der Situation zu entziehen. Als Arno Knecht sich dem Vorhaben mit seinem Motorrad entgegenstellt, schreckt Huber allerdings davor zurück, einen weiteren schweren Verkehrsunfall mit dessen Beteiligung zu verursachen, und gibt auf.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Eröffnungsszenen spielen sich in der Gerichtsstraße vor dem damaligen Landgericht Wiesbaden ab. Die Szenen in der angeblichen Wohnung von Frau Preuss wurden ebenfalls in Wiesbaden mit Blick auf den Neroberg gedreht.

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Einzelnachweise

Rache