miniatur|Streckennetz der Oberlausitzer Eisenbahn
Die Oberlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft mit Sitz in Ruhland im heutigen Kreis Oberspreewald-Lausitz erhielt am 11. Oktober 1871 die Konzession für eine Eisenbahnlinie, die ein Teil der direkten Verbindung von Breslau nach Magdeburg werden sollte. Die 148 Kilometer lange regelspurige Hauptstrecke führte vom Knotenpunkt Kohlfurt (heute: Węgliniec, Polen) in westlicher Richtung durch den damals preußischen Teil der Oberlausitz über Horka, Hoyerswerda, Ruhland und Elsterwerda-Biehla nach Falkenberg, wobei letztere beiden Orte damals in der preußischen Provinz Sachsen lagen.
Der Betrieb wurde am 1. Juni 1874 eröffnet, erster Direktor war bis 1876 Karl Eduard Zachariae von Lingenthal. Im Jahr 1878 wurde die Betriebsführung an die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft übertragen, die damit ihr Netz abrunden konnte. Im gleichen Jahr übertrug die Oberlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft die gleiche Aufgabe für ihre zweite Strecke Ruhland–Lauchhammer (Ost), die am 15. Oktober 1875 eröffnet worden und nur acht Kilometer lang war, an die Cottbus-Großenhainer Eisenbahn-Gesellschaft.
Als beide Betriebsführer ihre Selbständigkeit verloren, übernahmen die Preußischen Staatseisenbahnen am 1. Mai 1882 deren Aufgabe. Genau fünf Jahre später, am 1. Mai 1887, veräußerte die Oberlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft ihre Eisenbahnen an den preußischen Staat und löste sich auf.
Siehe auch Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster
Literatur
Weblinks Die Oberlausitzer Eisenbahn auf www.bahnstrecken.de mit historischen Fahrplänen usw.
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