Przybyłowo (deutsch Dünhöfen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Tolkmicko (Gemeinde Tolkemit) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage Przybyłowo (Dünhöfen) liegt 16 Kilometer nordöstlich von Elbląg (Elbing) in der Elbinger Höhe. Die Entfernung zur am Frischen Haff gelegenen Stadt Tolkmicko (Tolkemit) liegt bei 6 KilometerPolska w Liczbach: Wieś Przybylowo w liczbach (polnisch). Abgerufen am 1. Mai 2026. Der Ort befindet sich im Norden der altpreußischen Landschaft Pogesanien.

Geschichte Der heutige Ort wurde vermutlich nach der Ordenszeit gegründet. Dünhöfen diente im damaligen Polnisch-Preußen als Vorwerk der Starostei Tolkemit, die das umliegende Land umfasste. Der Name Dünhöfen ist üblich für Vorwerke und bedeutet übersetzt „Taubenhof“; im Plattdeutschen heißt es Duwenhof oder Duenhof, von dem sich der deutsche Ortsname ableitetostpreussen.net: Dünhöfen/. Abgerufen am 1. Mai 2026.

Im Jahr 1769 verpachtete der letzte Starost von Tolkemit, einen Teil des Dünhöfener Landes an einige Freigärtner für die Dauer von vierzig Jahren. Durch die preußische Agrarreform erhielten diese 1808 das Land schließlich als Eigentum.

Nach der ersten polnischen Teilung im Jahr 1772 wurde aus der Starostei Tolkemit ein preußisches Domänenamt gebildet. Dünhöfen blieb auch danach weiterhin ein Vorwerk. Nach der Auflösung des Domänenamtes wurde das Vorwerk ab 1802 von verschiedenen Erbpächtern verwaltet. Im Jahr 1812 wurde Dünhöfen versteigert und an mehrere Eigenkätner verkauft, die das Land unter sich aufteilten. Das einstige Vorwerk wandelte sich somit im Laufe der Zeit vom Erbpachtgut zu einem Kätnerdorf.

Das in Westpreußen gelegene Dorf Dünhöfen gehörte ab 1818 dem Kreis Elbing an und gehörte mit der Schaffung der preußischen Amtsbezirke 1874 zum Amtsbezirk Neukirch HöheGemeindelexikon für den Freistaat Preußen. Band 1: Provinz Ostpreußen. Berlin 1931.. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Dünhöfen mit dem Großteil des Kreises Elbing im Jahr 1919 zur Provinz Ostpreußen. Nach dem Überfall auf Polen 1939 wurde völkerrechtswidrig der Gau Danzig-Westpreußen gebildet und Dünhöfen mit dem restlichen Kreis Elbing diesem zugeteilt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kam der südliche Teil des ehemaligen Ostpreußens, zu dem Dünhöfen gehörte, an Polen. Der Ort erhielt darauf seinen heutigen Namen Przybyłowo.

Einwohnerzahlen bis 1945 +JahrEinwohner1910165Landkreis Elbing Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert. Abgerufen am 1. Mai 202619251641933170Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Elbing. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Mai 20261939159

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Tolkmicko