Friedrich Ewald Benno von Wussow (* 28. Juli 1856 in Muskau; † 6. August 1914 in Rétinne (heute Gemeinde Fléron) vor Lüttich) war ein deutscher Generalmajor. Er war der erste deutsche General, der im Ersten Weltkrieg fiel.Alexis von Schoenermarck: Helden-Gedenkmappe des deutschen Adels. W. Petri, Stuttgart 1921, S. 367.
Leben Herkunft alternativtext=Verlustmeldung Generalmajor von Wussow, 6. August 1914 gefallen|mini|Verlustmeldung Generalmajor von Wussow, 6. August 1914. Ausschnitt aus der Verlustliste Preußen 2, Ausgabe 1, Seite 1, ohne Datierung.
Friedrich von Wussow war ein Sohn des Hauptmanns a. D. Gottlob Jacob Nikolaus Hugo von Wussow (1818–1901) und dessen Frau Marie, geb. Jänicke (* 1831), die am 14. November 1848 in Jerischke in der Lausitz geheiratet hatten.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser 1903, S. 946.
Werdegang Zum 15. Juli 1892 wurde Friedrich von Wussow als Hauptmann und Kompaniechef vom Infanterie-Regiment Nr. 42 als Vertretung eines Lehrers an die Kriegsschule nach Potsdam kommandiert. Am 7. März 1899 zum Major befördert und à la suite des Infanterie-Regiments Nr. 42, blieb er in den Generalstab der Armee und in den Großen Generalstab nach Berlin kommandiert. 1903 war von Wussow im Generalstab der 16. Division. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Königlichen Kronen-Orden 3. Klasse ausgezeichnet. Zum 27. Januar 1904 wurde er vom Generalstab als Bataillonskommandeur in das Infanterie-Regiment Nr. 95 versetzt. Mit der Beförderung zum Oberstleutnant verließ er zum 15. Juni 1905 das Infanterie-Regiment Nr. 95 und kam in den Stab des Infanterie-Regiments Nr. 112. Im Stab zum Oberst befördert, wurde er zum 2. Juni 1908 Kommandeur des Infanterie-Regiments „von Voigts-Rhetz“ (3. Hannoversches) Nr. 79, was er bis Februar 1912 blieb.
Am 20. Februar 1912 wurde von Wussow Kommandeur der 14. Infanterie-Brigade. Am 22. März 1912 folgte seine Beförderung zum Generalmajor.Kriegsministerium (Hrsg.): Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914, S. 62 (Eintragung des Dienstalters-Patents in der Generalitäts-Dienstaltersliste). Während der Schlacht von Lüttich fiel er am 6. August 1914 bei einem Vorstoß der 14. Infanterie-Brigade zwischen Fort Fléron und Fort Evegnée und wurde auf dem deutschen Soldatenfriedhof Vladslo begraben. Mit ihm starben der Physiker und Brigadeadjutant Karl Baedeker und der neue Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 27, Oberst Alfred Krüger, welches der 14. Infanterie-Brigade unterstellt war.Marius Grundmann: Karl Bädeker (1877–1914) and the discovery of transparent conductive materials (online).Gustave Somville: Vers Liége: le chemin du crime, août 1914. Perrin, Paris 1915, S. 124.
Von Wussow war bis Anfang Mai 1914 u. a. mit dem Roten Adlerorden, 2. Klasse mit Eichenlaub, dem Königlichen Kronen-Orden 2. Klasse, dem Komturkreuz 2. Klasse des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Haus-Ordens und dem Komturkreuz 2. Klasse des norwegischen Sankt-Olav-Ordens ausgezeichnet worden.Kriegsministerium (Hrsg.): Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914, S. 65.
Familie Friedrich von Wussow heiratete am 24. September 1891 in Greifswald Eleonore (Susanne Valerie Henriette), geb. Grohé, Tochter des Greifswalder Professors Friedrich Grohé.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. 1903. Vierter Jahrgang. Adelige Häuser nach alphabetischer Ordnung, S. 946.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse) Kategorie:Träger des Sankt-Olav-Ordens (Komtur) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben 1914 Kategorie:Mann