Christian Sauerbrey (* 5. März 1837 in Kleinmünster; † 22. Januar 1888 ebenda) war ein deutscher Bezirkshauptlehrer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Christian Sauerbrey wurde als Sohn eines Gastwirts in Kleinmünster geboren und besuchte des Lehrerseminar in Altdorf und war anschließend von 1857 bis 1858 als Hilfslehrer in Maßbach eingesetzt. Ab 1858 war er zunächst als Schulverweser in Euerbach tätig, bis er dort 1866 die Leitung der Schule übernahm. Von 1875 an hatte er die Stelle des Bezirkshauptlehrers für den Bezirk Schweinfurt inne. Nebenamtlich betreute er als Renteiverwalter die in der Gutsherrschaft Euerbach gelegenen Flächen der Freiherren von Münster.

Er war politisch engagiert, Mitglied der Nationalliberalen Partei und kam 1876 in den Gemeinderat (Gemeindebevollmächtigter) in Euerbach. Vom 27. Januar 1880 bis zum 22. Januar 1888 war er als Nachfolger des ausgetretenen Abgeordneten Martin Bätz Mitglied der Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den bayerischen Landtag bildete. Bei den Wahlen zum Landtag im Jahre 1887 wurde er im Wahlkreis Schweinfurt wiedergewählt. Dabei nahm er das Amt des Schriftführers ein.

Bei dem Eisenbahnunfall von Würzburg am 1. Juli 1886 erlitt er schwere Kopfverletzungen. Möglicherweise steht sein früher Tod im Zusammenhang mit diesem Unglück, von dem er sich nie richtig erholt hatte und schließlich an Lungenthyphus erkrankte.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 14. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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