Socotra pseudocardisoma ist eine Art der Krabben-Familie Potamidae und einziger Vertreter der Gattung Socotra.
Lebensraum und Lebensweise Die terrestrisch lebende Süßwasserkrabbe kommt endemisch im semi-ariden Hochland (Haghir-Massiv) auf der zu Jemen gehörenden Inselgruppe Sokotra vor. Sie wurde bei Diksam auf einem Sandsteinplateau auf einer Höhe von etwa 700 m nachgewiesen. Das Haghir-Massiv hat die höchsten Niederschlagsmengen auf den Inseln und ist oft in Wolken und Nebel eingehüllt. Es bildet eine Wasserscheide, von der zahlreiche Bäche nach Norden und Süden abfließen. Die Krabben bewohnen temporär mit Süßwasser gefüllte Spalten und Vertiefungen, die vorwiegend vom Regen gespeist werden. Vermutlich ist die Art nur in der regenreichen Jahreszeit von November bis März aktiv. Die Art ist nachtaktiv. Am Tag zieht sie sich zurück und ist daher nur schwer auffindbar. Sie ernährt sich vermutlich omnivor von Pflanzen- und abgestorbenem tierischen Material.
Merkmale Der Carapax ist herzförmig und bis zu 90,5 mm breit. Er ist breiter als lang und hoch aufgewölbt. Die Stirn ist sehr schmal und stark zurückgebogen und reicht bis zum Unterrand der Antennululengruben, so dass die Antennulen in den Gruben nahezu umschlossen sind. Der postfrontale Kamm ist niedrig und reicht bis zum Epibranchialzahn am vorderen Seitenrand. Die Rinne zwischen den beiden epigastrischen Kämmen ist lang, weit und hinten gegabelt. Der Exorbitalzahn ist niedrig und stumpf, der Epibranchialzahn bis zur Unkenntlichkeit reduziert. Der vordere Seitenrand zwischen Exorbital- und Epibranchialzahn ist sehr kurz, ein Zwischenzahn fehlt. Der vordere Seitenrand hinter dem Epibranchialzahn ist in Form eines glatten, erhöhten Saums ausgebildet. Der Exopodit des dritten Maxillipeden ist in der Mitte deutlich verbreitert, das Ende ist schmal.
Die Rinne zwischen drittem und vierten Sterniten ist zu zwei kleinen seitlichen Kerben reduziert. Der Vorderrand der Sternoabdominalhöhle reicht fast bis zur Verbindung zwischen dieser beiden Sterniten. Die episternalen Rinnen zwischen vierten bis siebten Sterniten und dem jeweiligen Episterniten sind nicht erkennbar. Das erste Gonopodium ist lang und reicht nach vorn bis an den Übergang vom vierten zum fünften Sterniten. Sein Endglied ist relativ lang, es hat etwa ein Drittel der Länge des Subterminalglieds.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Potaminae (Unterfamilie) Kategorie:Potaminae Kategorie:Endemisches Tier Jemens