mini|Wappen von Porto seit dem 25. April 1940 Das Wappen von Porto, Hauptstadt der Subregion Área Metropolitana do Porto, wurde auf Ersuchen des Stadtrats vom portugiesischen Innenministerium im Erlass 9:513 vom 25. April 1940 festgelegt und am selben Tag im Diário do Governo n.º 96, 1.ª Série veröffentlicht.
Beschreibung Im blauen Schild steht eine goldene, schwarz vermauerte Burg mit zwei Zinnentürmen, die je zwei rote Spitzbogenfenster aufweisen. Auch die spitzbogige Toröffnung ist rot erleuchtet. Darüber steht auf einem goldenen Kragstein die Darstellung der Jungfrau Maria mit einem goldenen Diadem auf dem Kopf, das ihren Mantel hält. Sie ist in ein rotes Kleid und einen blauen Mantel gekleidet und trägt das Jesuskind auf dem linken Arm. Beide sind umgeben von einer goldenen, gezackten Gloriole, die oberhalb der Zinnen der Burgmauer beginnt. Der Schildfuß besteht aus fünf Wellenbalken, abwechselnd drei silbernen und zwei grünen. Im Schildhaupt stehen rechts und links je ein silberner Wappenschild mit fünf blauen, kreuzförmig angeordneten Schildchen, die jeweils mit fünf silbernen Münzen belegt sind. Der Wappenschild ist umlegt von der großen Collane des Turm- und Schwertordens (portugiesisch Antiga e Muito Nobre Ordem Militar da Torre e Espada, do Valor, Lealdade e Mérito). Um das Ganze zieht sich ein silbernes Spruchband mit der schwarzen Inschrift ANTIGA, MUI NOBRE, SEMPRE LEAL E INVICTA CIDADE DO PORTO. Über dem Schild schwebt die silberne fünftürmige Mauerkrone einer portugiesischen Stadt.
Historische Herkunft der Wappenbestandteile Die blaue Farbe des Schilds steht für Treue, die goldene Burg für die Stärke und Wehrhaftigkeit der Stadt. Die Abbildung der Stadtpatronin, Unserer Lieben Frau von Vendôme, erinnert an eine Episode aus der Reconquista Portugals. Der portugiesische Edelmann Muninho Viegas führte um 999 eine christliche Heerschar an, die an der Mündung des Douro landete und der es gelang, Porto aus der Hand der Truppen Muhammads ibn Abdallah ibn Abi Amir zu befreien. Im Gefolge von Muninho Viegas zog ein Bischof namens Nonegus, der angeblich früher Bischof von Vendôme war. Allerdings war Vendôme nie Bischofssitz. Nonegus wurde 1025 der 14. Bischof von Portucale. Er brachte ein steinernes Bildnis der Jungfrau Maria mit, das nach dem Sieg über die Mauren zur Schutzpatronin Portos wurde und über einem der Stadttore aufgestellt wurde, das seither Porta Vandoma hieß. Diese Darstellung der Nossa Senhora de Vandoma zeigt das Wappen. Der fünffach silbern und grün im Wellenschnitt geteilte Schildfuß steht für die Lage der Stadt am Atlantik. Der portugiesische Wappenschild wurde von König Johann II. 1485 auf einer Ratsversammlung in Beja festgelegt. Die beiden Schilde stehen für die stete Treue Portos zum Königreich. Der Turm- und Schwertorden wurde 1459 von König Alfons V. gegründet, um Ritter auszuzeichnen, die bei der Eroberung Tangers mitgewirkt haben. Er wurde in einem am 13. Mai 1808 in Rio de Janeiro ausgestellten Dekret von Prinzregent Johann, dem späteren König Johann VI., wiederbelebt. Er wurde der Stadt Porto in Erinnerung an die siegreich überstandene, vom Juli 1832 bis zum August 1833 dauernde Belagerung während des Miguelistenkriegs verliehen. Die Verleihungsurkunde des Großkreuzes des Ordens wurde durch den Regenten Pedro am 14. April 1833 ausgestellt, während die Belagerung noch andauerte. Die silberne Mauerkrone mit fünf Türmen ist seit 2013 von der Comissão de Heráldica für einen Distrikt vorgesehen, der seinen Hauptsitz in einer Stadt hat.
Vorgängerversion mini|Wappen von Porto von 1837 bis 1940 Am 14. Januar 1837 verlieh Königin Maria II. der Stadt Porto ein Wappen, das vom heutigen erheblich abwich. Der Wappenschild war quadriert, wobei das 1. und 4. Feld das Wappen Portugals zeigte, also ein silbernes Feld mit breitem rotem Rand. Im Feld stehen fünf blaue Schildchen in Kreuzform, jedes belegt mit fünf silbernen Münzen, auf dem Rand sieben goldene Türme mit blauen Tür- und Fensteröffnungen, angeordnet 3 : 2 : 2. Im 2. und 3. Feld standen vor blauem Hintergrund auf einer hügeligen Landschaft jeweils zwei silberne, zweigeschossige Türme mit schwarzen Tür- und Fensteröffnungen, aus denen sich je ein silbern geharnischter Arm erhob. Der jeweils heraldisch rechte schwang ein silbernes Schwert, der jeweils heraldisch linke eine silberne Fahne. Zwischen den Türmen stand jeweils das silberne Abbild der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem linken Arm und darüber die schwarze Inschrift CIVITAS VIRGINIS (lateinisch "Stadt der Jungfrau"). Der Schild war umlegt mit der großen Collane des Turm- und Schwertordens und darüber schwebte eine goldene offene Herzogskrone. Aus der Krone erhob sich ein schwarzer Drache mit ausgebreiteten Flügeln, der um den Hals ein blaues Spruchband mit der schwarzen Inschrift INVICTA (= unbesiegt) trug. Mit leichten Modifikationen (grüner Drache und rotes Spruchband mit silberner Inschrift) ist dieses Wappen heute noch Teil des Vereinsemblems des FC Porto.
Siehe auch
Liste der Wappen in Porto
Einzelnachweise
Kategorie:Porto Porto