Ficksdorf ist eine mittelalterliche Wüstung südsüdöstlich von Wittbrietzen. Die Flur wurde als Dorfstätte geführtPeter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 110) und liegt in der Neuzeit im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Geschichte und Etymologie Der Ortsname ist in zahlreichen historischen Formen belegt: 1333 erschien Nicol de vicstorp (in Treuenbrietzen), 1362 Vicstorp, 1375 Vickstorfft, Vikstorff, Fikstorp, Fikstorff sowie 1433 die dorfstete fickstorf, 1527 Feltmarck vickstorf und 1682 Fücksdorff. Er leitet sich von einem Mann mit dem deutschen Personennamen Fick, einer Kurzform von Friedrich ab. Fick war im Mittelalter ein verbreiteter Vorname.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 55, ISBN 3-937233-17-2.
Im Jahr 1375 unterstand Ficksdorf der Familie Wiltwitz, die das Obergericht und den Wagendienst besaßen. Seit vor(?) 1414 bis 1680/1681 gehörte die Feldmark zum Gut Wittbrietzen, von 1680/1681 bis 1826 zum Amt Saarmund und von 1826 bis 1872 zum Amt Potsdam. Das Dorf wurde 1362 als villa erwähnt. Für 1375 sind 34 Hufen belegt, davon hatte der Lehnschulze vier Hufen; zudem gab es sechs Kossäten, einen Krug und Küble. 1412 war Ficksdorf wahrscheinlich wüst, 1433 sicher wüst. Die Feldmark ging in der Feldmark von Wittbrietzen auf und wurde nicht wiederbesiedelt.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 110 und 111)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1333 Kategorie:Geographie (Beelitz)