Erich Kiesenbauer (* 31. März 1944 in Grün, Sudetenland) ist ein deutscher Generalmajor außer Dienst der Luftwaffe der Bundeswehr.
Leben Kiesenbauer trat nach dem Abitur als Offizieranwärter 1964 in die Luftwaffe ein und absolvierte bis 1968 die Offizierausbildung einschließlich Waffenausbildung in Fürstenfeldbruck, Leipheim, Germersheim, Neubiberg, Marienheide und El Paso in den Vereinigten Staaten. 1966 wurde er zum Leutnant befördert und war von 1968 bis 1970 als Flugabwehrraketenoffizier in Marienheide eingesetzt. Danach hatte er Verwendungen als Lehroffizier, Flugabwehrraketenoffizier und Einsatzoffizier in einem Flugabwehrraketenbataillon.Bradley et al. 2000 a. a. O.Sadlowski 1985 a. a. O.
Von 1976 bis 1978 absolvierte Kiesenbauer den 21. Generalstabslehrgang Luftwaffe an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet und 1977 zum Major befördert wurde. Von 1978 bis 1980 war er Batteriechef der 2. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22 und hatte von 1980 bis 1985 Stabs- und Lehrverwendungen in der 4. Luftwaffendivision und an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 1985 bis 1987 war er Bataillonskommandeur des Flugabwehrraketenbataillons 22 und war anschließend bis 1992 im Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und im Luftflottenkommando eingesetzt. 1990 erfolgte die Ernennung zum Oberst. 1992 besuchte er das NATO Defense College in Rom. Danach war er von 1992 bis 1995 Stabsabteilungsleiter Planung im Hauptquartier Allied Air Forces Central Europe der NATO in Ramstein und besuchte währenddessen 1994 die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Von 1995 bis 1996 war er Referatsleiter III 1 im Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.
Im Oktober 1996 wurde Kiesenbauer zum Brigadegeneral befördert und Kommandeur der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen. Ab Oktober 1999 war er Divisionskommandeur der 4. Luftwaffendivision in Aurich, wurde zum Generalmajor ernannt und war ab Oktober 2000 Vice Chairman des NATO Air Defence Committee (NADC) in Brüssel. Mit Ablauf des März 2003 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Kiesenbauer ist verheiratet, katholisch und hat eine Tochter sowie einen Sohn.
Auszeichnungen Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2003)
Siehe auch Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Luftwaffe der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Person (Führungsakademie der Bundeswehr) Kategorie:Absolvent der Führungsakademie der Bundeswehr Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Mann