Nina Iwanowna Solodjakowa (; * 15. März 1951 in Palana, Rajon Tigil, Oblast Kamtschatka, Region Chabarowsk) ist eine sowjetische bzw. russische Politikerin.Лица Рунета: Солодякова Нина Ивановна (abgerufen am 23. April 2026).

Leben Ab 1969 arbeitete Solodjakowa als Beobachterin des Wasserpostens der Palaner Hydrometeorologie-Station und wurde 1975 Leiterin des Militärregistrierungsbüros des Palaner Ortssowjets des Autonomen Kreises der Korjaken. Ab 1982 arbeitete sie in verschiedenen KPdSU- und Sowjet-Positionen. Sie studierte daneben an der Chabarowsker Filiale des Juristischen Allunionsfernstudien-Instituts mit Abschluss 1985 als Rechtskundlerin.

Im Juni 1990 wurde Solodjakowa in den Volksdeputiertenkongress der RSFSR gewählt. Sie war Mitglied des Nationalitätenrats des Obersten Sowjets der RSFSR und Sekretärin der Kommission für Fragen der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der autonomen Republiken, Oblaste und Kreise und der kleinen indigenen Völker des Obersten Sowjets der RSFSR. Sie gehörte den Fraktionen Kommunisten Russlands (1990, 1993), Die Heimat (1991) und Russische Einheit (1992) an.Kommersant: Корякские единороссы взбунтовались против спикера (abgerufen am 23. April 2026).

Auch studierte Solodjakowa bis 1992 in Chabarowsk am Fernost-Sozialpolitik-Institut mit Abschluss als Politologin und in Moskau an der Russischen Akademie des Staatsdienstes beim Präsidenten der Russischen Föderation mit Abschluss als Managerin.

Während der Verfassungskrise 1993 widersetzte sich Solodjakowa im September 1993 der durch Ukas des Präsidenten Boris Jelzin angeordneten Auflösung des Volksdeputiertenkongresses und des Obersten Sowjets und hielt sich in Moskau im belagerten Weißen Haus auf. Sie wandte sich am 24. September 1993 zusammen mit den Volksdeputiertinnen Swetlana Gorjatschewa, Nina Alexejewna Medwedewa, Soja Oikina, Soja Kornilowa und Maja Ettyryntyna an die blockierenden Soldaten mit der Bitte, die Blockade zu beenden, was ohne Erfolg blieb. Infolge dieser Ereignisse kam Solodjakowa auf die Schwarze Liste der Volksdeputierten für den Entzug der sozialen Garantien."Чёрный список" народных депутатов (abgerufen am 17. April 2026). Durch Ukas vom 22. April 1994 wurden die staatlichen Garantien für den sozialen Schutz dieser Personen wieder zugesichert.

Im April 1994 wurde Solodjakowa zur stellvertretenden Leiterin des Migrationsdienstes der Oblast Kamtschatka ernannt. Es folgte im April 1995 ihre Wahl zur Abgeordneten der Gesetzgebenden Versammlung der Oblast Kamtschatka und zur Ersten Stellvertretenden Voritzenden dieser Versammlung. Im November 1997 wurde sie zur Ersten Vizegouverneurin des Autonomen Kreises der Korjaken ernannt und am 19. April 1998 zur Abgeordneten des Rats der Volksdeputierten der Oblast Kamtschatka gewählt, wo sie Vorsitzende des ständigen Komitees für Zusammenarbeit der Oblst Kamtschatka und des Autonomen Kreises der Korjaken wurde.Нина Солодякова обращается к Президенту (abgerufen am 23. April 2026).

Im Juli 2000 wurde Solodjakowa zur Leiterin der Rechtskontrollabteilung des staatlichen Föderationsarbeitsvermittlungsdienstes für die Oblast Kamtschatka ernannt.

Am 3. Dezember 2000 wurde Solodjakowa zur Abgeordneten der Regionalduma des Autonomen Kreises der Korjaken gewählt mit Wahl zur Duma-Vorsitzenden am 16. Dezember 2000. Die Wiederwahl erfolgte im Dezember 2004 (bis 2008).

Solodjakowa ist Mitglied des Zentralkomitees der KPRF und Mitglied der allrussischen gesellschaftlichen Bewegung Volkspatriotische Union Russlands. Sie hat zwei Töchter.

Weblinks Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Солодякова, Нина Ивановна

Einzelnachweise

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