mini|Christian Huber (2025)

Christian Huber (* 1976 in Schwetzingen) ist ein deutsch-schweizerischer Psychiater, Psychotherapeut und Wissenschaftler.

Leben und Ausbildung Christian Huber studierte von 1995 bis 1997 Humanmedizin an der Universität Regensburg und von 1997 bis 2003 an der Technischen Universität München. Parallel dazu absolvierte er von 2000 bis 2003 ein Studium der Philosophie an der Hochschule für Philosophie München.

2006 promovierte er an der TU München zum Dr. med., 2012 habilitierte er sich im Fach Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Hamburg. 2013 erfolgte die Umhabilitation an die Universität Basel, 2016 erhielt er dort eine Professur.

Von 2018 bis 2020 absolvierte Christian Huber den Studiengang Master of Health Business Administration an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Wirken Christian Huber ist Chefarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK). Dort leitet er das Zentrum für Versorgungskoordination und Versorgungsforschung sowie das Home Treatment. Zudem ist er Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Basel und Mitglied der Swiss School of Public Health (SSPH+).

An der Universität Basel verantwortet er die Forschungsgruppe für Psychiatrische Versorgungsforschung und Sozialpsychiatrie. Darüber hinaus lehrt er an der Universität Basel sowie an verschiedenen Ausbildungsinstituten für Psychotherapie und ist in der ärztlichen Weiterbildung tätig.

Forschung Forschungsschwerpunkte sind die Reduktion von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie, die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, neue psychiatrische Behandlungsangebote, Gesundheitsökonomie und die Schizophrenieforschung.

In einer 15-Jahres-Studie über 21 deutsche psychiatrische Krankenhäuser untersuchte Huber den Effekt von geschlossenen Stationen in der Psychiatrie. Seine Arbeiten zeigten, dass geschlossene Stationen nicht zu weniger Suiziden und Entweichungen führten. Auch für das Auftreten von Aggressionsereignissen gab es keinen Unterschied zwischen Kliniken mit geschlossenen und offenen Stationen, aber es kam in offen geführten Kliniken zu weniger Zwangsbehandlungen.

In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung untersuchte er die Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen und der Psychiatrie sowie die Akzeptanz von Zwangsmassnahmen in der Allgemeinbevölkerung.

Des Weiteren untersuchte er zwei neu etablierte Angebote zur Verbesserung der ambulanten psychiatrischen Behandlung durch aufsuchendes Home Treatment. Die Behandlungsangebote für die Übergangsbehandlung nach einem stationären Aufenthalt und für die Behandlung von chronisch kranken Patienten führten bei guter Patientenzufriedenheit zu weniger stationären Aufnahmen, kürzerer Verweildauer im Krankenhaus und weniger Zwangsmaßnahmen.

Veröffentlichungen (Auswahl) Johannes M. Hennings, Christian G. Huber, Manuel Trachsel (Hrsg.): Ethical and Psychiatric Considerations in Euthanasia and Medically Assisted Suicide (E/PAS). Lausanne, Frontiers Media SA, 2026, ISBN 978-2-8325-8321-0. Christian G. Huber, Andres R. Schneeberger (Hrsg.): Compulsory Interventions in Psychiatry. An Overview on the Current Situation and Recommendations for Prevention and Adequate Use. Lausanne, Frontiers Media SA, 2021, ISBN 978-2-88966-503-7. Christian G. Huber: Beurteilung, Prädiktion und Verlauf von Aggression bei Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Habilitationsschrift. Hamburg, Universität Hamburg, 2011. Christian G. Huber: TNF-α-Wirkungen auf die Enterochromaffin-like Zellen des Magens. Heidenau, PD-Verlag, 2006, ISBN 978-3-93073-784-0.

Weblinks Rosenfluh Publikationen, Auswahl Beiträge von Christian Huber Forschungsgruppe Huber an der Universität Basel Profil bei den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel

Einzelnachweise

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