Friedrich Gottfried Georg August Ernst Sigmund Eckart (* 27. Juni 1827 im Emskirchen; † 7. Mai 1907 in München) war ein deutscher Chemiker, Fabrikant sowie Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.
Leben Friedrich Eckart entstammte einer Familie, deren frühester Vorfahre Heinrich Eckart (* um 1460/ † um 1510) in Eckersdorf im Landkreis Bayreuth nachgewiesen ist. Er war ein Sohn des Landwehrhauptmanns und Gastwirts David Eckart (1787–1853) und dessen Ehefrau Jeanette Fridericke Wilhelmine Wich (1801–1874) und wuchs mit elf Geschwistern auf. Er absolvierte ein Studium der Chemie und eröffnete im Jahre 1877 in München eine Teerfabrik, die Asphaltprodukte, Dachbedeckungsstoffe und Isoliermittel für Bauzwecke herstellte und vertrieb.
Eckart betätigte sich in der Kommunalpolitik und war von 1874 an Mitglied des Gemeindebevollmächtigtenkollegiums, das neben dem Magistratrat ein Organ der Selbstverwaltung in der Stadt München bildete. Bei der Wahl der Gemeindebevollmächtigten am 10. Dezember 1884 wurde zunächst Johann Greif als Bevollmächtigter bestimmt. Nach Eckarts Beschwerde gegen diese Entscheidung erklärte ihn die Regierung am 24. Januar 1885 für gewählt. 1891 gehörte er diesem Gremium weiterhin an.
Am 30. September 1879 erhielt er für den ausgetretenen Abgeordneten Heinrich Dürrschmidt ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete.
Von 1894 bis 1899 gehörte er dem Landrath von Oberbayern an, der am 15. August 1828 mit dem „Gesetz die Einführung der Landräthe betreffend“ gebildet wurde.
Zudem war er Mitglied der Kirchenverwaltung der protestantischen Stadtpfarrei München. Seine Wahl wurde am 6. Februar 1873 vom bayerischen König bestätigt.
Für seine Verdienste sollte er mit der Goldenen Bürgermedaille der Landeshauptstadt München ausgezeichnet werden, jedoch fand dieser Vorschlag in den Gremien keine Mehrheit.
1897 kaufte er das Grundstück Zamdorf Nr. 13 (altes Ziegeleigelände), auf dem sein Sohn Friedrich 1910 eine Konserven-, Fruchtsaft- und Marmeladenfabrik errichtete. Seit 1934 trägt die Straße zu seinen Ehren den Namen Friedrich-Eckart-Straße.
Auszeichnungen Kommerzienrat
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 14. Wahlperiode)
Weblinks
Geschichte der Familie Eckart, Digitale Bibliothek München Digitalisat
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer Kategorie:Kommerzienrat Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1827 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann