mini|Seestück mit Scirocco (1846), Österreichische Galerie Belvedere, Wien Lorenzo Valentino Butti (* 2. August 1805 in Triest; † 15. August 1860 ebenda) war ein italienischer Marinemaler des Spätklassizismus.

Leben mini|Seestück mit der Einschiffung von Auswanderern nach San Francisco, Museo Bottacin, Padua Butti wurde 1805 als Sohn eines Steinmetzen im österreichischen Triest geboren. Nach einer ersten Ausbildung bei seinem Vater immatrikulierte er sich 1825 an der Accademia di belle arti in Venedig. 1829 wechselte er an die Accademia di Brera in Mailand, wo er bei Giovanni Migliara studierte und zu einem der vorzüglichsten «Migliaristen» seiner Generation wurde. Nach seinem Abschluss 1833 unternahm er ausgedehnte Reisen in Italien und kehrte 1835 nach Triest zurück. Hier arbeitete er vornehmlich für private Auftraggeber und wandte sich vom Vorbild Migliaras ab und ganz der Marinemalerei zu. Auf der Suche nach neuer Inspiration reiste er um 1840 nach Frankreich, Belgien und Holland. Sein Gemälde Seestück in der Gegend der Normandie, das er 1844 in Triest ausstellte, fand das Wohlgefallen des österreichischen Kaisers Ferdinand I., der es erwarb und Butti 1847 zu seinem Hofmarinemaler ernannte. Ab diesem Zeitpunkt werden die Zeugnisse zu Butti immer spärlicher. 1858 soll er ein Historiengemälde über die Seeschlacht von Lepanto gemalt haben, das jedoch verschollen ist. Er starb 1860 mit 55 Jahren in Triest.

Werk mini|Die k. k. Fregatte „Venere“ wird am 11. Juli 1849 von einem venezianischen Brander angegriffen, Museo Revoltella, Triest Von Butti sind heute vierzig Werke bekannt, von denen elf datiert sind. Das früheste ist ein Seestück von 1834, die Gemälde aus seiner Jugendzeit sind allesamt verloren gegangen. Seine Bilder sind grundsätzlich dem von den norditalienischen Akademien vermittelten Klassizismus verpflichtet, weisen aber auch Einflüsse der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und der französischen Romantik auf. Der Großteil befindet sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in Triest (Museo Civico, Museo Revoltella, Fondazione Giovanni Scarmangà). Das Museo Bottacin in Padua und die Österreichische Galerie Belvedere in Wien sind im Besitz weiterer Werke.

Constantin von Wurzbach rühmte die Perspektive und Färbung des Wassers in Buttis Gemälden als meisterhaft. Die beiden in Wien befindlichen Werke Stürmische See auf seichtem Grunde bei Malamocco und Seestück mit Scirocco schilderte er folgendermaßen:

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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