Josef Schweiger (* 16. April 1936 in Riedenburg; † 30. November 2025) war ein deutscher römisch-katholischer Priester, Apostolischer Protonotar und langjähriger Direktor der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) in der Diözese Regensburg.

Leben Josef Schweiger wurde als viertes Kind der Eheleute Josef und Anna Schweiger im niederbayerischen Riedenburg im Altmühltal geboren. Er hatte drei Schwestern und drei Brüder. Nach der Grundschule besuchte er das Canisius-Konvikt in Regensburg. Nach dem Abitur studierte der junge Josef Schweiger am Jesuiten-Collegium Canisianum in Innsbruck Theologie, Philosophie und Psychologie. Nach Semestern in Madrid schloss er sein Studium in Innsbruck ab. Er empfing am 29. Juni 1962 durch Rudolf Graber für das Bistum Regensburg die Priesterweihe und schloss 1964 eine Promotion in Stuttgart ab. Danach wirkte er als Kaplan unter anderem in Kösching und war als Bischöflicher Repetitor am Priesterseminar Regensburg tätig. Zudem fungierte er als Rector ecclesiae in St. Matthias im ehemaligen Kloster St. Klara und in der Pfarrkirche St. Cäcilia in Regensburg.

Wirken in der Katholischen Jugendfürsorge Am 1. September 1970 berief ihn der Regensburger Bischof Rudolf Graber zum geschäftsführenden Direktor und 1. stellvertretenden Vorsitzenden der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF). In dieser Funktion prägte und entwickelte Schweiger die KJF über 36 Jahre hinweg bis zum Jahr 2006 maßgeblich. Anschließend stand er der Organisation als Vorsitzender vor, bis er 2017 zu deren Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Um den weiteren Ausbau von Angeboten für junge und älter werdende Menschen mit Behinderungen abzusichern, gründete er im Jahr 2004 die Stiftung „Für junge Menschen. Kirchliche Kinder- und Jugendhilfe“.

Am 30. November 2025 verstarb Schweiger im Alter von 89 Jahren. Das Requiem mit anschließender Beisetzung fand am 6. Dezember 2025 in der Stadtpfarrkirche St. Johannes in seiner Heimatstadt Riedenburg statt.

Ehrungen und Auszeichnungen Für sein herausragendes Engagement im sozialen Bereich und im Dienst der Kirche erhielt Schweiger zahlreiche Auszeichnungen: 1980: Das Bundesverdienstkreuz am Band 1981: Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore) durch Papst Johannes Paul II. 1990: Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten (Prälat) durch Papst Johannes Paul II. 1996: Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 2001: Die Bürgermedaille der Stadt Eggenfelden 2006: Silberner Brotteller des Deutschen Caritasverbands 2006: Bayerischer Verdienstorden 2011: Goldener Ring der Stadt Eggenfelden 2011: Ernennung zum Apostolischen Protonotar durch Papst Benedikt XVI. anlässlich seines 75. Geburtstags

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann