mini|CFEC-Zug in Angoulême auf der Bahnstrecke Angoulême–Barbezieux entlang der Route nationale 10

Die Compagnie des chemins de fer économiques des Charentes (CFEC oder EC) baute und betrieb in den französischen Départements Charente und Charente-Maritime ein Netz von meterspurigen Nebenbahnen. Die Wirtschaftsbahnen trugen den Spitznamen „Le Petit Mairat“, benannt nach Adrien Paul Mairat, einem Abgeordneten aus der Charente (1865–1924) und Generalrat von Champagne-Mouton, der sich für ihren Bau eingesetzt hatte.

Geschichte Der endgültige Konzessionsvertrag für das Dampfstraßenbahnnetz wurde am 3. November 1892 vom Präfekten und J. Jeancard (1852–1931), einem aus Lyon stammenden Absolventen der École polytechnique, unterzeichnet. Er gab seinem Unternehmen den Namen „Chemins de fer Economiques des Charentes“. Das erste Netz, dessen Gemeinnützigkeit am 21. Januar 1893 erklärt wurde, umfasste anfangs die Strecken von Saintes nach Mortagne, von Touvent nach Jonzac, von Pons nach Saint-Ciers-la-Lande, von Pons nach Barbezieux sowie das Netz der Île de Ré mit einer Gesamtlänge von 182,5 Kilometern.Société des chemins de fer économiques des Charentes.Mairie de Port d’Envaux: Le Chemin de fer en Charente-Inférieure. Oktober 2019.

Am 20. Dezember 1900 beantragte das Département beim Staat die Konzession für ein zweites Netz sowie die Rückübertragung dessen Betriebs an die Compagnie des Chemins de Fer Economiques des Charentes. Schließlich erklärte der Generalrat am 22. Dezember 1900 dieses zweite Netz, das die Strecke Saintes–Marennes mit einer Zweigstrecke nach Taillebourg umfasste, die die Region Saintonge erschließt, für gemeinnützig. Der Staat und das Departement gewährten der Compagnie des Chemins de Fer Economiques des Charentes für den Bau erhebliche Erleichterungen und übernahmen gleichzeitig eine Teilgarantie für den Betrieb. Auf dem Höhepunkt hatte das Netz ab 1917 eine Gesamtlänge von 402 km.C.F. Economiques des Charentes.

Während des Ersten Weltkriegs und in den Jahren danach ließ sich das Netz nicht mehr wirtschaftlich betreiben, so dass ab 1927 die ersten Strecken stillgelegt wurden. Am 1. Januar 1929 übernahm das Département Charente-Inférieure das Netzwerk und gründete die Régie départementale des voies ferrées d’intérêt local d’Aunis et de Saintonge zu dessen Betrieb und führte den wirtschaftlicheren Omnibusverkehr entlang der weniger frequentierten Eisenbahnstrecken ein.Pont lAbbe dArnoult au fil du temps. 2025. In den Jahren 1932 und 1934 kam es zum weiteren Abbau des Netzes. Der Bahnbetrieb wurde 1938 vollständig eingestellt. Einige noch nicht abgebaute Strecken wurden 1940 wieder in Betrieb genommen, als der Straßenverkehr während des Zweiten Weltkriegs zusammenbrach. Im Jahr 1947 wurden sie dann endgültig außer Betrieb genommen.

Strecken Département Charente mini|Sekundärbahnen im Département Charente: CFD (rot) und CFEC (grün) Angoulême – Barbezieux, 48 km, 1910/1911–1939 Angoulême – Confolens, 84 km, 1912/1913–1946 Angoulême – Roumazières, 67 km, 1912–1946 Barbezieux – Chalais, 33 km, 1910–1939 Barbezieux – Cognac, 44 km, 1895/1910–1939 Blanzac – Villebois-Lavalette, 25 km, 1911–1938 Ségonzac – Saint-Angeau, 70 km, 1911–1939Jean Randé und Francois Librini: Archéologie ferroviaire: Liste des articles de la rubrique Charente (einschließlich CFD und PO, mit Links zu den Strecken).Rails Charente: Le patrimoine ferroviaire Charentais au temps de la Carte Postale (mit Links zu den Strecken).Fédération des amis des chemins de fer secondaires: Les chemins de fer secondaires en Charente. 2015.

Département Charente-Maritime mini|Sekundärbahnen im Département Charente-Maritime: CFD (rot) und CFEC (grün) mini|Bahnhof Saintes: Gleise der EC (blau) mit Ausweiche, Ladegleis entlang der Staatsbahn (schwarz), Drehscheibe und Lokschuppen sowie der CFD (rot)

Archiac – Jonzac, 1917–1938 Archiac – Saint-Ciers-sur-Gironde, 62 km, 1896–1934 Les Portes-en-Ré – Sablanceaux (Ligne de l’Île de Ré) 33 km, 1904–1934 Les-Quatre-Routes – Taillebourg, 13 km, ab 14. Februar 1904,Recueil général des lois, décrets et arrêtés… 1905 bis 1925 Mirambeau – Saint-Aigulin, 60 km, 1903–1934 Saint-Fort-sur-Gironde – Port-Maubert, 5 km, 1896–1925 Saint-Just-Luzac – Saujon, 21 km, ab 14. Februar 1904, bis 1932 Saint-Trojan – Saint-Denis-d’Oléron (Ligne de l'Île d’Oléron), 37 km Saintes – Marennes – La Cayenne, 54 km, ab 1903/1904, bis 1925/1932/1934 Saintes – Touvent – Saint-Fort-sur-Gironde – Jonzac, 68 km, 1894/1895/1896–1938/1947Fédération des amis des chemins de fer secondaires: Les chemins de fer secondaires en Charente-Maritime 2015. Touvent – Mortagne-sur-Gironde, 8 km, 1894–1947Ligne Archiac-Jonzac. 2015.Jean Randé und Francois Librini: Archéologie ferroviaire: Liste des articles de la rubrique Charente-Maritime (einschließlich CFD und PO, mit Links zu den Strecken).

Lokomotiven mini|Corpet-Louvet Nr. 55 (Werks-Nr. 1253, Baujahr 1909) Die 72 dreigekuppelten Tenderlokomotiven wurden von Corpet-Louvet mit Sitz in La Courneuve geliefert:

Nr. 1 und 2: Corpet-Louvet, geliefert 1898, Herstellernummer 688–689 Nr. 21 bis 33: Corpet-Louvet, geliefert 1898, Herstellernummer 600–612 Nr. 34 bis 48: Corpet-Louvet, ausgeliefert 1903, Herstellernummer 924–948 Nr. 49 bis 68: Corpet-Louvet, geliefert 1909, Herstellernummer 1247–1266 Nr. 69 bis 88: Corpet-Louvet, geliefert 1910, Herstellernummer 1278–1299 Nr. 89 und 90: Corpet-Louvet, geliefert 1912, Herstellernummer 1387–1388Sébastien Jarne: Corpet & Louvet: Inventaire des livraisons de locomotives.

Triebwagen mini|De-Dion-Bouton Schienenbus BDZ3-5 (Bauart JM3 oder JM4) De-Dion-Bouton-Triebwagen Brissonneau-et-Lotz-Triebwagen Batteriebetriebene Triebwagen

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Einzelnachweise

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