mini|Herrenhaus (2014) Die Gutsanlage Hohnhorst I, Südgut, Am Alten Hof 1/3 südlich der Lachte, in der niedersächsischen Gemeinde Eldingen, Ortsteil Hohnhorst, im Landkreis Celle, wurde als Herrenhaus in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es zum Wohnen und gewerblich genutzt.
Die Gebäude stehen als Ortskern der Rittergüter Hohnhorst I und Hohnhorst II unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Eldingen).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung Das Südgut ist bereits seit 1252 Stammsitz der Familie von Hohnhorst. Familienmitglieder hatten hohe Ämter in der landesherrschaftlichen Verwaltung und beim Militär. Das Herrenhaus wurde errichtet durch den damaligen Gutsherren Oberstleutnant und Landschaftsrat Georg Ernst Heinrich von Hohnhorst, der 1763 als Offizier aus dem Siebenjährigen Krieg zurückkehrte und das Südgut übernahm. Außerdem investierte er erhebliche Mittel in die Sanierung oder Neuerrichtung der baufällig gewordenen Wirtschaftsgebäude und Anlagen des Gutes und der Anlage eines kleinen Parks, sowie der Erweiterung der Kirche, um das Gut baulich und wirtschaftlich zu verbessern. Die beiden Güter Nordgut (16. Jh.) und Südgut wurden im 19. Jahrhundert unter Bruno Karl von Hohnhorst vereinigt.
Die Gutsanlage besteht aus dem zweigeschossigen, traufständigen, elfachsigen, klassizistischen Herrenhaus von 1765 in horizontal verbohltem Fachwerk, mit hohlpfannengedecktem Mansarddach, achsensymmetrischer Hauptfassade mit Jugendstiltür mit Oberlicht sowie einem Dachhaus mit Frontispiz, rückwärtiger Freitreppe als Gartenzugang; Fenster mit profilierten Holzeinfassungen, Eingangshalle mit Empiretapete mit Landschafts- und Jagdszenen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen, giebelständigen Wohnhaus von um 1800 bis 1850 mit ziegelgedecktem Satteldach,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der eingeschossigen, giebelständigen Scheune aus der ersten Hälfte des 19. Jh., als Vierständer-Hallenhaus in Fachwerk mit Steinausfachungen, mit hohlpfannengedecktem Krüppelwalmdach, seitlicher Längsdurchfahrt sowie westlichem Pultdach als Unterstand,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen, giebelständigen Kutscherhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jh. auf Naturstein-/Ziegelsockel in Fachwerk mit Steinausfachungen und geschosshohen Streben, Krüppelwalmdach; westliche Längsseite massiv unterfangen, ostseitiger Hauptzugang zum Wohnteil,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Gutspark,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der Einfriedung von 1878 (Inschrift) als straßenseitiger, eiserner Staketenzaun auf Betonfundament sowie Toreinfahrt, flankiert von zwei Natursteinpfeilern mit Kugel-Aufsätzen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen und weiteren nicht denkmalgeschützten Anlagen.
Auf dem Areal des Südguts steht auch die Gutskapelle Hohnhorst, die wohl bereits im 14. Jh. bestand.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… beim Südgut lässt sich beim Herrenhaus aus dem Jahre 1765 bereits ein Übergang in den Klassizismus feststellen. […] Die Ausbauphase schlägt sich heute noch erheblich in dem Antlitz des Gutes nieder ….“
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Eldingen Hohnhorst Hohnhorst Hohnhorst Hohnhorst Hohnhorst Hohnhorst Hohnhorst Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1760er Jahren