Die Hochtrasse ist eine Straßenbrücke in Freising und zusammen mit der anschließenden Luitpoldbrücke die wichtigste innerstädtische Verbindung zwischen den nördlichen Stadtteilen und Lerchenfeld.

Lage und Verlauf Die Brücke liegt östlich der Freisinger Altstadt. Sie beginnt als Fortsetzung der Mainburger Straße (ehem. B 301 Richtung Mainburg und Regensburg) an der Korbiniankreuzung. Hier trifft diese auf die Landshuter Straße. Die Kreuzung war früher der Standort des Murntores und damit der Zugang zur Innenstadt aus Richtung Osten und Nordosten.

Auf der nördlichen Brückenrampe zweigt in Fahrtrichtung Süden eine Rampe zur Dr.-von-Daller-Straße / Ottostraße (St 2350) ab. In diesem Bereich wird die Angerbadergasse überquert.

Der Hauptteil der Brücke überquert in Folge die Herrenmoosach, Staatsstraße 2350 (ehem. B 11), die Bahnstrecke München–Regensburg, Parkstraße, Schleifermoosach und einen Weg zur Luitpoldanlage. Direkt neben der Brücke liegen die Feuerwache 1, der Wertstoffhof und die Eislaufhalle. Erstere wurde auf dem ehemaligen Schlachthofgelände gebaut.

Am südlichen Ende geht die Hochtrasse an der Kreuzung mit der Luitpoldstraße in die Luitpoldbrücke über, die über die Isar weiter nach Lerchenfeld und in Richtung Autobahn führt. Die Luitpoldstraße erschließt die Luitpoldanlage und den Parkplatz des Bahnhofs.

Geschichte Bis zum Bau der Verbindung über Hochtrasse und Luitpoldbrücke verlief der gesamte Nord-Süd-Verkehr durch die Innenstadt (Korbiniankreuzung, General-von-Nagel-Straße, Heiliggeistgasse) und über die schmale Korbinianbrücke. Die parallel zur Isar verlaufende Bahnstrecke München-Regensburg wurde an einem Bahnübergang (Bahnposten 15) an der heutigen Kreuzung von Dr.-von-Daller-Straße / Ottostraße mit der Heiliggeistgasse gekreuzt. Hier traf der Verkehr auf den Durchgangsverkehr von München in Richtung Landshut (damalige B 11). Die heutigen Umgehungsstraßen mit ihren Brücken südlich und östlich der Stadt und die Autobahn A 92 existierten noch nicht.Um die Innenstadt, den Kreuzungsbereich am Bahnübergang und die Korbinianbrücke zu entlasten, wurde eine neue Verbindung östlich der Altstadt vorgeschlagen. Statt der später umgesetzten Brücke wurde in ersten Planungen eine Unterquerung von Bahnstrecke und Bundesstraße ins Auge gefasst. Diese Variante würde als Tieftrasse bezeichnet.

Weitere nicht umgesetzte Verkehrsplanungen umfassten:

Straßendurchbruch von der Tieftrasse in die Untere Hauptstraße. Straße von Bahnhofsstraße etwa an der Altöttinger Kapelle über den Fürstendamm und eine anschließende Brücke über Bahn und Isar nach Lerchenfeld Dammstraße auf dem nördlichen Isardamm von der Tieftrasse Richtung Süden. Dammstraße auf dem südlichen Isardamm von der Tieftrasse (bzw. dem südlichen Ende der anschließenden Isarbrücke) Richtung Süden zur Korbinianbrücke und weiter parallel zur Ismaninger Straße.

Auf der Altstadtseite mussten für den Bau im Bereich südlich der Korbiniankreuzung einige Gebäude abgerissen werden. Darunter befand sich das Sägewerk Kriechbaum. Die Hochtrasse wurde 1974 eröffnet. Die anschließende Luitpoldbrücke am 11. September 1975.

Von den beiden Dammstraßen wurden kurze Stücke zwischen Luitpoldbrücke und Korbinianbrücke bzw. Parkplatz am Bahnhof gebaut. Am Ort des Bahnübergangs wurde eine Fußgängerunterführung errichtet. Die Korbinianbrücke ist heute nur noch für Fußgänger, Radfahrer und Busse in Nutzung.

2023/24 wurden die Brückenkappen der Hochtrasse verbreitert, um beidseitig einen gemeinsamen Geh- und Radweg unterbringen zu können. Bis zu diesem Umbau gab es Schutzstreifen für Radfahrer und daher eine schmalere Fahrbahn für den motorisierten Verkehr.

Verkehrliche Bedeutung und Ausbauzustand Die über die Brücke führende Straße ist die Isarstraße. Die Hochtrasse und Luitpoldbrücke bilden im Innenbereich der Stadt die einzige Querungsmöglichkeit für den motorisierten Individualverkehr über Bahnstrecke und Isar. Der überörtliche Verkehr kann heute auch über die Nordostumfahrung bzw. Westtangente und die Isarbrücken der Umfahrungsstraßen die Innenstadt umfahren.

In südlicher Fahrtrichtung stehen durchgehend zwei Fahrspuren zur Verfügung. In Fahrtrichtung Norden gibt es größtenteils zwei Fahrspuren. Ausnahme sind die ersten Meter, die durch die Abbiegespur Richtung Luitpoldanlage der Gegenrichtung nur einspurig sind.

Eine direkte Verbindung zwischen Hochtrasse und Staatsstraße 2350 existiert nur in Fahrtrichtung Süden über die abzweigende Rampe. Alle anderen Fahrbeziehungen sind nur über umgebende Straßen (Kölblstraße und Landshuter Straße) möglich.

Auf beiden Seiten verläuft je ein gemeinsamer Geh- und Radweg.

Literatur

Weblinks

Gedanken_zur_Verkehrsplanung_in_der_Freisinger Innenstadt in Amperland https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/freising-saegewerk-brey-muehle-johann-buchbinder-karl-kriechbaum-muehle-1.6339911

Kategorie:Verkehrsbauwerk in Freising Kategorie:Straßenbrücke in Bayern Kategorie:Spannbetonbrücke Kategorie:Brücke in Europa