Das Attentat ist der Titel der 102. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
Handlung Der Schriftsteller Karl Liebeck gibt der Journalistin Susanne Becking gemeinsam mit seiner Ehefrau Ilona ein Interview, das auf Tonband aufgezeichnet wird. In seinem in der darauffolgenden Woche erscheinenden Werk, einer Mischung aus Autobiografie und Roman, erhebt er gegenüber der prominenten Sängerin Catarina May den Vorwurf, in einem Pornofilm mitgewirkt zu haben. May weist diese Behauptung öffentlichkeitswirksam und vehement zurück und wendet sich an den Rechtsanwalt Dr. Franck.
Nachdem Liebeck angeblich einen Drohbrief erhalten hat, beauftragt sein Verleger Ernst von Mehling den Privatdetektiv Josef Matula mit dessen Personenschutz. Während einer Lesung bemerkt Matula einen Mann, der das Geschehen von außerhalb durch ein Fenster beobachtet, und vermutet, dass es sich um den Detektiv Georg Kring handelt. Kurz darauf wird vor dem Gebäude ein Schuss auf Liebeck abgegeben, der ihn jedoch verfehlt. Matula nimmt die Verfolgung der Person auf, die vom Dachboden eines benachbarten Hauses aus agiert hat, wird dabei jedoch selbst angeschossen.
Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus stellt Matula fest, dass Ilona Liebeck versucht, Kontakt zu Kring aufzunehmen. Diesbezüglich zur Rede gestellt, erklärt sie, ihn beauftragt zu haben, um Hinweise auf eine mögliche außereheliche Beziehung ihres Mannes zu erhalten. Wenig später wird ein weiterer Anschlag auf Karl Liebeck verübt, diesmal mittels einer Autobombe, den dieser erneut unverletzt übersteht.
Parallel dazu sucht Peter Nofzan Dr. Franck auf, da seine Schwester Catarina May angeblich unter Druck gesetzt werde. Von Franck darauf angesprochen, weist May dies zunächst zurück. Kurz darauf beobachtet Matula allerdings, wie Kring May in ihrer Wohnung aufsucht und von ihr eine größere Geldsumme erhält. Im Gegenzug übergibt er ihr mehrere Kompaktkassetten, die sie unmittelbar darauf zerstört. Gegenüber Matula erklärt sie zunächst, es habe sich um alte Demobänder gehandelt. Im Vertrauen gesteht sie jedoch Franck, dass sie den von Liebeck erwähnten Pornofilm tatsächlich gedreht habe und nun von Kring mit entsprechenden Aufnahmen erpresst werde. Franck rät ihr, sich diesbezüglich an die Polizei zu wenden. Matula hingegen vermutet, dass May und Liebeck ein Verhältnis haben und die Anschläge gemeinsam inszeniert wurden, um das öffentliche Interesse an dem Buch zu steigern, während Kring beide mit seinem Wissen erpresst.
Matula und Dr. Franck konfrontieren daraufhin Karl Liebeck und Ernst von Mehling mit diesem Verdacht. Liebeck weist die Vorwürfe zurück, während von Mehling eine Verschiebung der Buchauslieferung bis zur Klärung der Vorfälle befürwortet. In der Folge sucht Liebeck Catarina May auf und gibt vor, auf die Forderungen Krings eingehen zu wollen. Es wird ein Treffen zur Geldübergabe vereinbart, zu dem Matula und Franck Kring heimlich verfolgen.
Am Treffpunkt täuscht Liebeck zunächst die Übergabe des Geldes vor, erschießt jedoch schließlich Kring gegen Catarinas Willen. Als er anschließend auch den eingreifenden Matula zu töten droht, wird er von ihr von hinten erschossen. Die auf den Kassetten enthaltenen Aufnahmen belegen, dass May das fingierte Attentat durchgeführt hatte, indem sie den Schuss vom Dachboden abgab.
Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Schlussszenen wurde in der Mannheimer Straße unmittelbar südlich des Gleisvorfeldes des Frankfurter Hauptbahnhofs aufgenommen.
Der Schauspieler Oliver Stritzel fungierte als Coautor des Drehbuchs.
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Einzelnachweise
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