Gaius Iulius Agrippa war Quaestor pro praetore in der Provinz Asia, und Sohn des Königs Iulius Alexander. Bezeugt ist Agrippa durch eine Ehreninschrift aus Ephesos, heute im British Museum in London. Danach ehrten ihn Rat und Volk der Stadt durch die Errichtung einer Bildsäule im Theater.OGIS 429. Über seinen Vater dürfte Agrippa der „armenisch-kappadokischen Linie“ des idumäisch-judäischen Königshauses angehört haben, womit die Abstammung über Tigranes VI. von Armenien bis zu Archelaos von Kappadokien sowie zu Herodes I. und Mariamne zurückzuführen wäre.Vgl. Iosephus, antiquitates Iudaicae 18,140. Demnach wäre er zu den letzten bekannten Angehörigen der herodianischen Dynastie zu zählen. Die Datierung seiner Amtszeit wird aus der Lebenszeit seines mit dem Sohn des Tigranes VI. identifizierten Vaters erschlossen und entsprechend um 100 n. Chr. angesetzt.Edmund Groag: Iulius 50. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Bd. X,1, Stuttgart 1918, Sp. 143. Es scheint, dass Iulii Agrippae in Apameia am Orontes eine fürstenähnliche Stellung innehielten.Helmut Halfmann: Die Senatoren aus dem östlichen Teil des Imperium Romanum bis zum Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr., Göttingen 1979, S. 140f., Nr. 46.

Literatur Edmund Groag: Iulius 50. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Bd. X,1, Stuttgart 1918, Sp. 143. Helmut Halfmann: Die Senatoren aus dem östlichen Teil des Imperium Romanum bis zum Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr., Göttingen 1979, S. 140f., Nr. 46.

Anmerkungen

Kategorie:Quaestor (Asia) Kategorie:Römer Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 2. Jahrhundert Kategorie:Mann