mini|Semplice da Verona, Altarbild des Hauptaltars der Kirche Santissima Trinità (Lugano) Fra Semplice da Verona (* um 1589 in Verona; † 11. Dezember 1654 in Rom) war ein italienischer Maler und Ordensmann. Obwohl er Werke von hervorragender Qualität schuf, wurde er oft als Nachahmer von Paolo Veronese und Correggio angesehen.
Leben Er wurde wahrscheinlich um 1589 in Verona geboren. Da es keine dokumentarischen Untersuchungen über seine frühen Lebensjahre gibt, ist weder sein Name als Laie noch seine Ausbildung bekannt.
Er kam bereits sehr früh mit Felice Brusasorzi und dem in Verona ansässigen Kreis der Spätmanieristen in Kontakt. Zu diesem Kreis gehörten unter anderem Pasquale Ottino, Alessandro Turchi und Marcantonio Bassetti.
Fra Semplice trat im Jahr 1613 in den Kapuzinerorden ein. Aus diesem Grund war er zunächst in verschiedenen Kirchen und Klöstern seines Ordens in unterschiedlichen Regionen Italiens tätig und kam so mit verschiedenen kulturellen Strömungen und Maltechniken in Berührung. So erregte er die Aufmerksamkeit der Höfe der Herzöge von Parma und Mantua, für welche er einige Aufträge ausführte.
Später widmete er sich auch der Ausstattung anderer Sakralbauten. Besonders erwähnenswert sind die Gemälde in der Pfarrkirche von Marmirolo sowie die Werke, die er für das Kapuzinerkloster in Parma schuf, darunter „Die Heilige Familie“ und „Die Verkündigung“. Von großem Wert ist auch das Gemälde „Christus in Emmaus“, das ebenfalls im Auftrag seines Ordens entstand und sich heute in Rom befindet.
Im Jahr 1646 hielt er sich in Rom und auf Sizilien auf. Einige seiner Werke aus dieser Zeit befinden sich im Kapuzinerkloster in Caltagirone. Diese Reisen hatten jedoch keinen großen Einfluss auf seine Persönlichkeit. Vielmehr waren seine letzten Werke eher repetitiv. Unter den Werken seiner letzten Schaffensphase ist die „Heilige Dreifaltigkeit mit den Heiligen Bartholomäus und Bernhard von Clairvaux“ aus dem Jahr 1659 zu erwähnen, die sich in der Kapuzinerkirche in Lugano befindet.
Kürzlich wurde ihm außerdem das Gemälde „Die Einkleidung der Heiligen Klara“ zugeschrieben, das zuvor Annibale Carracci zugeschrieben worden war und sich im Musée de Grenoble befindet. Ausstellung Im Jahr 2005 wurden im Rahmen der bedeutenden Ausstellung „La Celeste Galleria“ im Palazzo del Te in Mantua gleich drei Ölgemälde auf Leinwand von Fra Semplice gezeigt. Es handelt sich dabei um die folgenden Werke: „Madonna mit Kind und dem Heiligen Franziskus“, „Das Gleichnis vom unwürdigen Gast“ und „Pietà mit dem Heiligen Franziskus und einem Engel“.
Literatur
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