Wolfgang Gunzenhäuser (* 5. Februar 1826 in Bayreuth; † 10. November 1906 in Fürth) war ein deutscher Jurist und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Wolfgang Gunzenhäuser absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit der Promotion zum Dr. jur. abschloss. 1858 wurde er als Königlich-Bayerischer Advokat in Fürth zugelassen. Lange Zeit gehörte er dem Magistrat der Stadt Fürth an. Ab 1887 war er Mitglied bei den Liberalen und von 1881 an in der Nationalliberalen Partei. Später arbeitete er für die Vereinigte Liberale.

1875 wurde er für den Wahlkreis Fürth-Erlangen in die Kammer der Abgeordneten gesandt. Diese bildete neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den bayerischen Landtag. Gunzenhäuser nahm sich der Interessen der Landwirtschaft an und war lange Zeit Vorsitzender des Ausschusses zur Untersuchung von Beschwerden wegen Verletzung der Verfassung.

Er saß zusammen mit den jüdischen Anwälten Wolf Frankenburger und Sigmund von Henle im Landtag und war zugleich Mitglied der Verwaltung der Kultusgemeinde Fürth. 1893 zog er sich vom parlamentarischen Leben zurück.

Nach Adolf Eckstein waren zudem David Morgenstern, Fischel Arnheim, Karl Levi und Karl Maison bayerische Parlamentarier jüdischen Glaubens.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 15. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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