Hans Friedrich von Winning (* 17. Juni 1708 in Buchholz (Kreis Sternberg); † 13. Januar 1784) war ein preußischer Capitain, Landrat und Landesdirektor.
Herkunft Hans Friedrich von Winning war ein Sohn von George Friedrich von Winning (1668–1740), Erbherr auf Buchholz, und dessen Ehefrau Barbara Lucretia (1672–1737), geb. von Ihlow.
Leben Von Winning trat im Jahr 1729 in das Infanterie-Regiment von Kalckstein ein und stieg dort im März 1730 zum Fähnrich und am 9. Juli 1733 zum Sekondeleutnant auf. Am 31. Mai 1735 wurde er auf eigenen Wunsch hin im Rang eines Capitains vom Militärdienst verabschiedet. Im August 1749 wurde er zum Nachfolger von Alexander Ludwig von Selchow als Landrat des Kreises Sternberg ernannt. Am 5. Oktober 1776 übernahm er zusätzlich das Amt des Landesdirektors der Neumark. Beide Ämter übte er bis zu seinem Tod im Januar 1784 aus.
Den Posten als Landrat übernahm Otto Franz von Wesenbeck, Besitzer des Gutes Klein Gander,Heinrich Kaak: Korporative Gutsherrschaft und Agrarinnovationen in Preußen - der Johanniterorden auf seinen neumärkischen Ämtern 1750 - 1811. In: Klaus Neitmann, Uwe Schaper-BLHA/Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.): Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. Band 13, BWV-Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8305-3006-0, S. 239 f. und das Amt als Landesdirektor ging an Otto Wedig von Bonin.
Persönliches Im August 1739 überließ von Winning das Gut Buchholz seines Vaters zugunsten seines Bruders. Um 1749 erwarb er seinem Schwiegervater, dem kursächsischen Hauptmann Hans Christian von Schwartz, das Gut Weißig im Kreis Crossen.Rolf Straubel: Biographisches Handbuch neumärkischer Offiziere (1715–1806). Auflage-Online-Ressource, Hrsg. Brandenburgische Historische Kommission, Verlag Walter De Gruyter, Berlin/Boston 2024, ISBN 978-3-11-132046-5, S. 539. Nachdem er das Gut Weißig 1750 an Hans Ludwig von Goertzke weiterverkauft hatte, erwarb er 1752 das Gut Reichenwalde im Kreis Sternberg, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1784 lebte.
Familie Hans Friedrich von Winning war seit November 1738 mit Eleonore Sophie († nach 1793), geb. von Schwartz, verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe waren:Siehe Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. 1908. Jahrgang 9, Verlag Justus Perthes, Gotha 1907, S. 796 f. Friedrich Gottlob (1740–1742) Johann Christian (1740–1772) Johanna Eleonore Tugendreich (1742–1767), verheiratet mit Geog Gottlob von Oppell († 1769), Herr auf Fritschendorf Sohn; N. N. (1744–1772) Christiane Friederike Karoline (* 1745; † nach 1772) Friedrich Adolf Erdmann (1748–1839), königl. preuß. Hauptmann, verheiratet seit 1785 mit Karoline Beate Dorothea (1752–1837), geb. von Kalkreuth a. d. H. Bukow.
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1108. (Vita). Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. 1908. Der in Deutschland eingeborene Adel. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 796 f. (Genealogie). Generalleutnant (GL) Leopold von Winning: Die Geschichte des Geschlechts derer von Winning. Verlag C. A. Starke, Görlitz 1906, u. a. S. 203. Leopold von Winning: Das Kirchenbuch zu Buchholz, Kreis West-Sternberg, In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Jahrgang XXVII, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1899, S. 356. (Genealogie). Wilhelm Freier: Das Land Sternberg. Verlag der Rosenzweig'sche Buchhandlung, Zielenzig 1892, S. 26. (Nennung als Landrat).
Einzelnachweise
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