Sinop ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Mato Grosso. Sie liegt im Norden des Bundesstaates und zählt zu den wichtigsten wirtschaftlichen Zentren der Region, weshalb sie auch als Capital do Nortão (Hauptstadt des Nordens) bezeichnet wird. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 223.000 geschätzt.

Geografie Sinop liegt im Norden des Bundesstaates Mato Grosso auf einer Höhe von etwa 384 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt befindet sich im Übergangsgebiet zwischen Cerrado und Amazonas-Regenwald und gehört zum Einzugsgebiet des Rio Teles Pires, einem wichtigen Nebenfluss des Amazonas.

Das Klima ist ein tropisches Savannenklima mit einer ausgeprägten Regenzeit im Sommer und einer Trockenzeit im Winter. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 22 und 34 °C. Die Region ist landwirtschaftlich gut nutzbar und weist fruchtbare Böden auf.

Geschichte Sinop ist eine vergleichsweise junge Stadt und wurde im Zuge staatlicher und privater Kolonisationsprogramme in den 1970er Jahren gegründet. Die Region wurde zuvor nur dünn besiedelt und war größtenteils von tropischem Wald bedeckt.

Die Gründung erfolgte maßgeblich durch die private Kolonisationsgesellschaft SINOP (Sociedade Imobiliária Noroeste do Paraná), nach der die Stadt benannt wurde. Ziel war es, landwirtschaftliche Siedler aus dem Süden Brasiliens, insbesondere aus den Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul, anzusiedeln. Sie ist als Planstadt mit langen und graden Straßen ähnlich wie Brasília errichtet worden.

1974 wurde Sinop als Gebietseinheit gegründet und 1979 wurde Sinop offiziell zur Gemeinde erhoben, was politisch nicht unumstritten war. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Stadt rasch zu einem regionalen Zentrum der Landwirtschaft und des Handels. Der Ausbau von Verkehrswegen, insbesondere der Fernstraße BR-163, spielte eine entscheidende Rolle für das Wachstum.

Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 223.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt und wächst weiterhin stark. Ein großer Teil der Einwohner stammt aus anderen Regionen Brasiliens, insbesondere aus dem Süden des Landes. Knapp 52 Prozent der Einwohner sind ethnisch gemischter Abstammung, 41 Prozent sind Weiße und 7,5 Prozent sind Afrobrasilianer.

JahrEinwohner199136.058200074.8312010113.0992022196.067Volkszählungen

Wirtschaft Sinop zählt zu den wichtigsten Agrarzentren Brasiliens. Die Wirtschaft basiert vor allem auf dem großflächigen Anbau von Sojabohnen, Mais und Baumwolle, ebenso wie auf Holzbau und Viehzucht. In der Stadt befindet sich eine Abteilung der Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, die einzige in Mato Grosso.

Neben der Landwirtschaft sind auch die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, der Handel und der Dienstleistungssektor von großer Bedeutung. Darüber hinaus hat sich Sinop zu einem regionalen Bildungs- und Gesundheitszentrum entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt bei knapp 60.000 R$ (2023).

Religion Sinop gehört zum römisch-katholischen Bistum Sinop. Neben der katholischen Kirche sind zahlreiche evangelische Kirchen vertreten, insbesondere pfingstkirchliche Gemeinschaften.

Sport Der bekannteste Fußballverein der Stadt ist Sinop FC, der seine Heimspiele im Estádio Municipal Gigante do Norte mit 25.000 Zuschauern austrägt.

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