Striacoeloma tubur ist eine Art der Krabben (Brachyura) aus der Familie Pilumnidae und einziger Vertreter der Gattung Striacoeloma. Sie wurde bislang nur im Hafen von Darwin nachgewiesen, wo sie auf schlammigen Untergrund gesammelt wurde. Die Lebensweise ist unbekannt.
Merkmale Die Erstbeschreibung basiert nur auf einem einzigen Weibchen, deren Carapax etwa sechseckig und 8,6 × 6,3 mm groß war. Die Stirn und der vordere Seitenrand sind mit verstreuten Büscheln kurzer und langer Borsten besetzt, die aber nicht pinselartig sind. Die Oberfläche erscheint aufgeraut, die Magenregion ist deutlich erhöht und bildet zwei querverlaufende Schwellungen, die bis zur Kiemenregion reichen und die hintere bis zum Seitenrand verläuft. Die gastrokardiale Region ist eingedrückt und zeigt Rinnen. Die Herzregion weist eine Querschwellung auf, die fast bis zum hinteren Seitenrand reicht. Die Oberfläche im Bereich des hinteren Carapaxrandes ist erhöht und weist einen breiten abgerundeten Querkamm auf, der einen Kanal bildet, der bis zur Subbranchialregion reicht. Die subhepatische und suborbitale Region sind leicht aufgeraut. Das Pterygostom ist mit zahlreichen Körnchen besetzt. Der Stirnrand ist zweilappig, nahezu gerade, mit Körnern besetzt und hat eine flache mittige Kerbe. Der Seitenlappen ist klein und von oben nicht sichtbar. Der obere Augenhöhlenrand ist gewunden und trägt im hinteren Drittel einen niedrigen Lappen mit zwei Fissuren. Die Augen sind von oben noch sichtbar, kaum beweglich, der Augenstiel ist kurz.
Der vordere Seitenrand ist mit vier deutlichen Zähnen bewehrt, die vorderen beiden sind breit, haben jeweils eine mittige schräge Einziehung und die angrenzende Oberfläche ist erodiert. Die hinteren Seitenränder tragen jeweils zwei deutliche Höcker und konvergieren nach hinten. Die Antennulen sind rechteckig, relativ groß und falten sich seitlich. Das basale Antennenglied ist etwa quadratisch, die Antennengeißel tritt in den Augenhöhlenspalt. Das Epistom hat einen seichten bikonkaven Hinterrand, der mittige Lappen ist abgestumpft und weist eine kurze mittige Fissur auf. Das Endostom ist kurz, reicht hinten in die Mundhöhle und steht schräg zur Oberfläche des Pterygostoms. Die Endostom-Kämme sind niedrig und kurz.
Das Ischium des dritten Maxillipeden ist kurz und etwa 1,2-mal so lang wie breit. Der vordere Seitenwinkel des Merus ist ohrförmig. Die Scherenbeine sind nahezu symmetrisch und kräftig. Die Außenfläche der Chela hat raue, körnige Ränder, der mittige Teil ist glatter. Die Schreitbeine sind kurz. Das vorletzte ist das längste und ist etwa 1,3-mal so lang wie der Carapax breit. Die Meri sind schlank, etwa 4-mal so lang wie hoch und der Streckrand ist nicht leistenartig, aber mit einer Reihe auseinander stehender stumpfer Knoten besetzt. Der Merus des vorletzten Schreitbeins ist etwa viermal so lang wie breit und halb so lang wie die Carapaxbreite.
Einzelnachweise
Kategorie:Pilumninae (Unterfamilie) Kategorie:Pilumninae Kategorie:Endemisches Tier Australiens