Desert Songs and Other Landscapes ist ein Musikalbum von Steve Swell, Gebhard Ullmann, Hilliard Greene und Barry Altschul. Die am 22. und 23. Juni 2004 entstandenen Aufnahmen erschienen 2005 auf CIMP.

Hintergrund Desert Songs & Other Landscapes präsentiert eine Working Band unter der gemeinsamen Leitung des Tenorsaxophonisten Gebhard Ullmann und des Posaunisten Steve Swell. Die meisten Themen sind auf abstrakte Weise von Swells Zeit in der Sahara und Gebhards Erlebnissen in den Wüsten des amerikanischen Westens inspiriert.

Das Album stellte den Auftakt einer langjährigen Zusammenarbeit Swells mit Ullmann dar. Mit den Alben News? No News!, We’re Playing in Here? und Live in Montreal setzten Gebhard Ullmann und Steve Swell 2007/08 ihre Zusammenarbeit mit Hilliard Greene und Barry Altschul fort. Weiterhin wirkten Swell und Ullmann in der Formation Basement Research (mit Alben wie Don’t Touch My Music (2008) und Impromptus and Other Short Works, 2019) zusammen sowie mit The Chicago Plan (2016).Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 14. April 2026)

Titelliste Gebhard Ullmann – Steve Swell Quartet – Desert Songs and Other Landscapes (CIMP 315) Box Set (Swell) 10:51 Flutist With Hat and Shoe (Ullmann) 6:52 Seven 9-8 (Ullmann) 12:42 Camel’s Gait / Desert Sands Part 1 (Altschul, Ullmann, Greene, Swell) 18:42 Under the Other (Swell) 8:47 Desert... Bleue... East (Ullmann) 7:42

Rezeption mini|Posaunist Steve Swell (links) und Saxophonist Gebhard Ullmann (rechts) mit The Chicago Plan im club W71 in Weikersheim, mit Fred Lonberg-Holm (Cello) und Michael Zerang (Schlagzeug) 2018 Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, dies sei ein feuriges Album voller experimentierfreudiger, farbenfroher Soli und dynamischem Zusammenspiel der Gruppe. Die meiste Zeit würden Ullmann und Swell gemeinsam improvisieren, angetrieben vom Bassisten Hillard Greene und dem erfahrenen Schlagzeuger Barry Altschul. Die Themen seien kurz, kehrten jedoch manchmal zwischen den improvisierten Abschnitten wieder. Das Zusammenspiel bei einigen der temperamentvolleren Stücke erinnere ein wenig an eine Gruppe von Charles Mingus oder vielleicht an Archie Shepps Band mit Roswell Rudd. Zu den herausragenden Stücken würde „Flutist with Hat and Shoe“ gehören, eine Avantgarde-Ballade mit einem warmen Posaunensolo Swells, während „Seven 9-8“ (das zwischen 7/8- und 9/8-Takt wechsle) episodisch und immer wieder überraschend klinge. Fans der eher wilden Seite des Avantgarde-Jazz dürften dieses Album sehr interessant finden.

Viel zu viele Jazz- und Improvisations-Sessions wirkten etwas sinnlos, da es ihnen an klaren Zielen, an Zusammenhalt zwischen den Musikern oder an ausreichender Probenzeit mangelt, doch selbst angesichts der aktuellen Lage gebe es immer noch jede Menge herausragende Veröffentlichungen, was jedem klar wird, der seine Top-Ten-Auswahl zusammenstellt oder sich Alben wie Desert Songs and Other Landscapes anhört, meint Jay Collins (One Final Note). Dieses Quartett würde verdeutlichen, wie wichtig es sei, gemeinsam Musik mit Zielstrebigkeit und einer klaren Richtung zu machen. Vielleicht funktioniere diese Aufnahme gerade deshalb so gut, weil sie am Ende einer Tournee durch zehn Städte entstanden ist. Der Auftakt des Ensembles in Chicago zeigte, dass es noch einige Probleme zu lösen galt – neue Arrangements, unterschiedliche Persönlichkeiten und Erfahrungen –, die alle unterwegs geklärt werden mussten. Die Tour sei diesen Herren jedoch wohlgesonnen gewesen, denn das Ergebnis zeige, dass sie nicht nur musikalisch und emotional aufeinander eingespielt sind, sondern dass auch die Freude am gemeinsamen Musizieren deutlich zu spüren sei.

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Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 2005 Kategorie:Barry Altschul Kategorie:Steve Swell Kategorie:Gebhard Ullmann