Franz Anton Weyer († 28. April 1730) war ein österreichischer Glockengießer.
Leben Franz Anton Weyer war der Sohn des Stuck- und Glockengießers Friedrich Weyer in Znaim. Er war wohl bei Franz Anton Pigneth in der Kaiserlichen Gusshütte am Sacktor in Graz angestellt und heiratete nach seinem Tod am 18. Februar 1721 dessen Witwe. 1723 wurde er zum Hof-, Stuck- und Glockengießer ernannt.
Er starb am 28. April 1730. Seine Frau Theresia Weyerin, nun zum dritten Mal Witwe geworden, setzte diesmal den Betrieb selbständig fort.
Werk Franz Anton Weyer goss nur Glocken, vom Guss von Geschützen ist nichts bekannt.
Wie bei Franz Anton Pigneth besitzen die Glocken von Weyer äußerlich eine sehr große Ähnlichkeit mit den Glocken von Florentin Streckfuß („Grazer Barockrippe“), klingen aber wie bei Pigneths Glocken mittelmäßig. Neben den Verzierungen der Vorgänger wurden auch neue Muster verwendet.
Glocken 1720: Filialkirche St. Radegund am heiligen Wasser in Kainach bei Voitsberg 1721: Pfarrkirche Heiligenkreuz am Waasen 1722: Sammlung Pfundner 1723: Stadtpfarrkirche Leoben 1725: Grabenkirche in Graz 1725: Sammlung Pfundner 1726: Landesmuseum Graz 1727: Landesmuseum Graz 1729: St. Veit Vogau
Literatur Steiermark. Kaiserliche Gußhütte am Sacktor. Franz Anton Weyer (1720–1730). In: Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz in Osttirol 2006, ISBN 3-902128-10-0, S. 168.
Kategorie:Glockengießer (Österreich) Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1730 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)