mini|Svend Hammershøi porträtiert von Vilhelm Hammershøi, 1901, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen Svend Hammershøi (* 10. August 1873 in Frederiksberg; † 27. Februar 1948 ebenda) war ein dänischer Maler und Keramiker.
Leben Svend Hammershøi begann seine künstlerische Ausbildung 1889 am Technikum unter Henrik Grönvold, bevor er von Februar 1890 bis Januar 1892 die Akademie besuchte und anschließend bei Kristian Zahrtmann an dessen Kunstschule bis 1897 studierte. Sein erstes Werk stellte er 1892 bei Valdemar Kleis aus und war Teil mehrerer Ausstellungen in den folgenden Jahren.
Hammershøi hatte bereits früh ein besonderes Interesse an Keramik. Er entwarf 1888 Geschirr in einer Kopenhagener Keramikfabrik. Eine wichtige Begegnung mit Thorvald Bindesbøll 1890 führte zu einer Zusammenarbeit in einer Fabrik in Valby von 1891 bis etwa 1904, unterbrochen von 1894 bis 1896. Hinzu kam seine Arbeit für Herman A. Kähler in Næstved. Zunächst arbeitete er als kunstgewerblicher Entwurfzeichner für die Kopenhagener Porzellanmanufakturen Bing & Grøndahl für den Koldinger Silberschmied Th. Kyster, für den Buchbinder Anker Kyster. Nach dem Tod von Bindesbøll 1908 nahm sein Interesse an Keramik ab, und er widmete sich dem Studium der Natur mit einem Fokus auf Landschaftsmotiven, die große Bäume und grünes Laub zeigten, vor allem in Zeichnungen und Aquarellen. Diese Arbeiten wurden 1911 auf einer Aquarellausstellung gewürdigt.
Hammershøi entwickelte sein Können in der Ölmalerei weiter und hatte 1910 einen Aufenthalt in England, wo er sich intensiv mit Architekturmalerei beschäftigte. Während seiner jährlichen Besuche in England malte er Ansichten von Städten wie Oxford und Wells sowie von Gebäuden in Dänemark. Seine Einzelausstellung 1919 bei Kleis zeigte seine besondere Fähigkeit, kahle Bäume und Nebel darzustellen. Er bewahrte seinen eigenen Stil in der Keramik, den er 1911 bei Kähler wieder aufnahm, und erhielt eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris 1925 für dekorative Kunst.
Hammershøi entwarf auch Silber, Bucheinbände und Glas. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter Medaillen für seine Werke. Die Kopenhagener Akademie verlieh ihm von 1910 bis 1913 verschiedene Preise und ernannte ihn 1913 zum Plenar- und 1917 zum Ratsmitglied. 1919 veröffentlichte er eine Abhandlung über „Th. Bindesböll’s Keramik“.
Sein älterer Bruder Vilhelm Hammershøi war ebenfalls als Maler tätig und prägte Svend Hammershøi in seinem Schaffen.
Werke (Auswahl)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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