Die Herren von Hermeshoven (auch: Hermeshof, Hermundishoven, Hermudeshoven, Hermuldishovin o. ä.) waren ein niederrheinisches Uradelsgeschlecht mit Stammsitz auf dem Hermeshof zu Hermeshoven bzw. Eckum im heutigen Rommerskirchen.
Geschichte Mit den Gebrüdern Gerlacus und Hermannus de Hermundishoven erscheint das Geschlecht erstmals im Jahre 1195. Aufgrund von ihrer Stellung in der Urkunde liegt ihre Ritterbürtigkeit nahe. Die nächste Erwähnung derer von Hermeshoven findet sich erst 1244. Dominus Wilhelm von Hermudeshoven und sein Sohn, Johannes, verkauften den Hermeshof mit 133 Kölner Morgen Ackerland sowie fünf Holzgewalten im Gohrer Bruch an die Abtei AltenbergWalter Lorenz (Hrsg.): Gohr, Nievenheim, Straberg. Quellen zur Geschichte des Amtes Nievenheim, seiner Bewohner und Siedlungen,2. Teil (= Inventare Nichtstaatlicher Archive Band 16), Rheinland-Verlag, Bonn 1974, S. 62 (afz.lvr.de). und pachtete den Hof vermutlich anschließend. Wilhelms Frau war wohl eine de Spina, da sein Schwager, Henricus de Spira, am Erlös beteiligt war. Sie war zu diesem Zeitpunkt wohl schon gestorben. Da Wilhelm sein Allod verkaufte, schien er seine Ritterbürtigkeit aufgegeben zu haben. Ein möglicherweise identischer Wilhelmo de Hermuldishovin ist 1260 als Laienbruder der Abtei Altenberg belegt.
Literatur Josef Schmitz: Rittersitze, Stiftshöfe und Klostergüter am Gillbach (= Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Rommerskirchen Band V), Rommerskirchen 2008, S. 97–100.
Einzelnachweise
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht