Das Glück hat acht Arme (Originaltitel Remarkably Bright Creatures) ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2026 mit Sally Field, Lewis Pullman und Colm Meaney. Regie führte Olivia Newman, die gemeinsam mit John Whittington das Drehbuch basierend auf dem 2022 veröffentlichten gleichnamigen Roman von Shelby Van Pelt schrieb.

Handlung Die 70-jährige Witwe Tova Sullivan arbeitet nachts als Reinigungskraft in einem Aquarium in Sowell Bay. Ihr Mann Will ist vor zwei Jahren verstorben, ihr Sohn Erik verschwand beim Segeln vor 30 Jahren spurlos. Ihre Sorgen vertraut sie Marcellus an, einem Pazifischen Riesenkraken, dem es immer wieder gelingt, trotz Gegenmaßnahmen, aus seinem Becken zu entfliehen. Tova plant, ihr Haus zu verkaufen und einen Platz in der Einrichtung von Charter Village anzunehmen.

Cameron Cassmore, Gitarrist der Band Moth Sausage, hat eine Autopanne in Sowell Bay. Weil er sich die Reparatur nicht leisten kann, nimmt er die Stelle als Aushilfe von Tova an, die sich bei einem Sturz den Knöchel verstaucht hat und ihn nun einarbeitet. Er wohnt in jenem Kleinbus, in dem seine Mutter an einer Überdosis gestorben war. Cameron ist auf der Suche nach dem Bauunternehmer Simon Brinks, von dem er annimmt, dass er sein Vater sei. Er plant, 18 Jahre Unterhaltszahlungen von ihm einzutreiben, um die Produktion eines Albums zu finanzieren. Sein einziger Anhaltspunkt zu seinem Vater ist ein Ring mit den eingravierten Buchstaben EELS , was scheinbar für "Aale", einem Schulmaskottchen steht.

Während Ethan, Betreiber des örtlichen Lebensmittelgeschäfts, sich mit Tova verabredet, freundet sich Cameron mit Avery an, die ein Geschäft für Stand-up-Paddling hat. Er meldet sich für eine Open-Mic-Night an, wo er, von Tova ermuntert, ein Lied von Radiohead zum Besten gibt. Auch Erik teilte eine Vorliebe zu Musik dieser Art. Nach dem Auftritt erzählt Tova Cameron, dass sie sich noch immer Vorwürfe macht, weil sie sich kurz vor seinem Verschwinden mit Erik gestritten hatte. Während Tova überzeugt war, dass Erik einen Unfall hatte, vermuteten einige, dass er Suizid begangen hatte. Tova begegnet zufällig einem damaligen Freund von Erik, der ihr davon erzählt, dass sich Erik mit einem Mädchen namens Daphne oder Cassie treffen wollte. In Eriks Jahrbuch findet Tova den Namen Daphne Cassmore.

Bei einem Treffen zwischen Brinks und Cameron erzählt Simon, dass er wegen seiner homosexuellen Neigung nicht dessen Vater ist. Daphne war nur seine beste Freundin. Auch war der Aal nicht sein Schulmaskottchen. Darüber frustriert kündigt er im Aquarium Tova gegenüber an, die Suche nach seinem Vater aufzugeben und aus Sowell Bay zu verschwinden. Wütend wirft er seinen Ring in ein Becken mit Seewölfen, Marcellus's Todfeinden. Dieser hat mittlerweile die Beziehung zwischen den beiden genau studiert. Ihm gelingt durch ein Trick, den Ring unbehelligt aus dem Becken zu bergen. Als er wieder draußen ist, beschließt Tova, ihn in die Freiheit zu entlassen. Als sie dabei den Ring findet, entdeckt sie die eingravierten Buchstaben EELS. Tovas Sohn hieß mit vollem Namen Erik Ernst Lindgren Sullivan. Der wieder zurückgekehrte Cameron fragt sich, ob Marcellus ihnen damit sagen wollte, dass Tova seine Großmutter ist. Tova behält ihr Haus, Cameron bleibt bei ihr. In Eriks Zimmer findet Cameron eine Schachtel mit Eriks Sachen, darunter befindet sich auch ein Foto von Camerons Mutter. Dadurch wird bestätigt, dass Erik Cameron's Vater ist. Tova wird schließlich Dozentin im Aquarium.

Synchronisation Die deutsche Synchronisation übernahm die FFS Film- & Fernseh-Synchron. Das Dialogbuch schrieb Patrick Winczewski, die Dialogregie führte Sarah Riedel.

Rolle Darsteller Synchronsprecher Cameron Cassmore Lewis Pullman Tim Schwarzmaier Tova Sullivan Sally Field Cornelia Meinhardt Adam Wright Dan Payne Patrick Winczewski Andie Laura Harris Sarah Riedel Avery Sofia Black-D’Elia Katharina Schwarzmaier Barb Vanderhoof Beth Grant Petra Barthel Ethan Mack Colm Meaney Sven Brieger Ex-Cop Duncan Fraser Marko Bräutigam Janice Kim Joan Chen Dorette Hugo Jessica Snell Mapuana Makia Johanna von Gutzeit Mary Ann Minetti Kathy Baker Marianne Groß Simon Brinks Chris William Martin Klaus-Peter Grap Terry Donald Sales Nico Sablik Marcellus Alfred Molina (Stimme) Lutz Riedel Produktion und Hintergrund Der Film wurde von Bryan Unkeless und Peter Craig für Night Owl sowie von David Levine für Anonymous Content produziert. Executive Producer waren Alyssa Rodrigues, Tony Lipp, Erika Hampson, Alisa Tager, Olivia Newman und Shelby Van Pelt.

Die Dreharbeiten fanden in der ersten Jahreshälfte 2025 in Vancouver in Kanada statt. Die Außenaufnahmen des Sowell Bay Aquarium wurden am Deep Cove Yacht Club in North Vancouver gedreht, die Innenaufnahmen des Aquariums entstanden im Vancouver Aquarium in Stanley Park. Ursprünglich wollte Regisseurin Olivia Newman einen echten Oktopus einsetzen, für die benötigten Bewegungsabläufe wurde eine computergenerierte Version verwendet. Dafür wurde die Pazifische Riesenkrake Agnetha im Vancouver Aquarium aufgenommen.

Die Kamera führte Ashley Connor, die Musik schrieb Dickon Hinchliffe, die Montage verantwortete Tamara Meem und das Casting Lindsay Graham Ahanonu und Mary Vernieu. Das Production-Design gestaltete Jennifer Morden und das Kostümbild Carla Hetland. In der englischsprachigen Originalfassung lieh Alfred Molina dem Octopus Marcellus die Stimme.

In den USA erhielt der Film ein PG-13-Rating. Die Romanvorlage befand sich auf der New-York-Times-Bestsellerliste 2023. Regisseurin Olivia Newman gab ihr Spielfilmdebüt 2022 mit der Literaturverfilmung Der Gesang der Flusskrebse mit Daisy Edgar-Jones.

Auf Netflix erschien der Film am 8. Mai 2026.

Rezeption Kritiken

Am 24. September 2026 waren 62 der 73 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv. Bei Metacritic erhielt der Film am 24. September 2026 einen Metascore von 55 von 100 möglichen Punkten, der auf 20 Rezensionen basierte.

Janick Nolting kritisierte den Film auf digitalfernsehen.de als blanken Kitsch, der mit ärgerlich repetitiven und schlichten Mitteln arbeite.

derwatchdog.de vergab drei von fünf Sternen. Der Film funktioniere immer dann am besten, wenn wir die Welt durch die drei Herzen von Marcellus sehen. Während die menschlichen Probleme oft nach dem üblichen Schema F abliefen und sich in ihrer Vorhersehbarkeit verlieren würden, sei der Oktopus der eigentliche Anker der Geschichte.

Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Sternen. Der titelgebende Oktopus sei irgendwie überflüssig, die Geschichte selbst konstruiert und kitschig. Aber irgendwie sei es doch schön, diesen beiden verlorenen Menschen dabei zuzusehen, wie sie einander finden.

Irene Brickner kritisierte auf DerStandard.de die banale Handlung, die Romanverfilmung sei auch durch die gute schauspielerische Leistung von Sally Field nicht zu retten.

Abrufe Der Film verzeichnete zum Start 10,4 Millionen Views.

Auszeichnungen und Nominierungen Gotham Television Awards 2026 Nominierung in der Kategorie Outstanding Original Film, Broadcast or Streaming (Olivia Newman, Peter Craig, David Levine, Bryan Unkeless) Nominierung in der Kategorie Outstanding Performance in an Original Film (Sally Field)

Primetime-Emmy-Verleihung 2026 Auszeichnung in der Kategorie Bester Film Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin (Miniserie, Anthologie oder Film) (Sally Field)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Netflix Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Filmdrama Kategorie:Tier im Film