mini|hochkant|Bild Matuszczaks auf seinem Grabstein Adam Jerzy Matuszczak (* 19. April 1941 in Rzeszów; † 20. November 1995 ebenda) war ein polnischer Politiker (ZChN, BBWR). Er gehörte dem Sejm von 1989 bis 1993 in der X. (Volksrepublik) und I. (Dritte Republik) Wahlperiode an.

Leben und Beruf Adam Matuszczak schloss 1966 sein Ingenieurstudium an der Ingenieurschule in Rzeszów ab. Anschließend arbeitete er für den Flugzeugmotorenhersteller Wytwórni Sprzętu Komunikacyjnego „PZL-Rzeszów“, der heute das Werk Rzeszów von Pratt & Whitney bildet, als Konstrukteur für Messtechnik. Bereits vor seinem Studium hatte er von 1958 bis 1960 in dem Werk als Bohrer gearbeitet. Nach seinem Tod wurde er auf dem kommunalen Friedhof Wilkowyja in Rzeszów beigesetzt.

Politik In der Zeit der Volksrepublik war Matuszczak ab 1980 Mitglied der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność. Er nahm als Vertreter für die Woiwodschaft Rzeszów an der Konferenz der nationalen Gewerkschaftskommission mit den Regionalvorständen der Solidarność am 3. Dezember 1981 teil, das von der offiziellen Propaganda als Vorwand für die Verhängung des Kriegsrechts am 13. Dezember 1981 benutzt wurde.„Nie było »targania się po szczękach«“ auf civitas.edu.pl, S. 92 und 130, abgerufen am 24. April 2024. Anschließend wurde er drei Monate lang interniert. Nach seiner Freilassung engagierte er sich weiter in den illegalen Strukturen der Solidarność.

Bei den halbfreien Wahlen zum „Vertragssejm“ 1989 wurde er für das Bürgerkomitee der Solidarność gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 305. Bei der Parlamentswahl 1991 wurde er als Mitglied der Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe (ZChN) auf der Liste Wyborcza Akcja Katolicka erneut in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 484. Nach wenigen Monaten verließ er die ZChN. Später gehörte er der Fraktion Konwencja Polska an.„KLUB PARLAMENTARNY KONWENCJA POLSKA“ auf der Seite des Sejm, abgerufen am 31. Juli 2024. 1993 beteiligte er sich an der Gründung des Bezpartyjny Blok Wspierania Reform (BBWR), der aber bei der Parlamentswahl 1993 im Wahlkreis Rzeszów keinen Sitz erhielt.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 718. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er für den BBWR in den Stadtrat von Rzeszów gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte.

Auszeichnungen 1995 Komturkreuz des Ordens Polonia Restituta (postum)Verleihnachricht in Monitor Polski, 1996, Nr. 10, S. 186 2020 Krzyż Wolności i Solidarności (postum)Verleihnachricht in Monitor Polski, 2016, S. 562

Weblinks Biogram auf der Website des Sejm

Einzelnachweise

Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:ZChN-Mitglied Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Komtur) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann