mini|hochkant|Rokhaya Diallo (2017) Rokhaya Diallo (* 10. April 1978 in Paris) ist eine französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin.

Leben Diallo wurde als Tochter senegalesischer und gambischer Eltern geboren und wuchs in Arbeiterquartieren im Norden von Paris und der Banlieue auf. Sie orientierte sich schon als Kind an weiblichen Berufsfiguren aus Fernsehserien und nahm ihre soziale Herkunft zunächst nicht als Grenze wahr. Ihr Weg in die Medien und den Journalismus entstand ursprünglich nicht als geplante Berufslaufbahn.

Wirken Im Jahr 2007 gehörte Diallo zum Gründungskreis der antirassistischen Vereinigung Les Indivisibles. Die Vereinigung machte insbesondere mit den parodistischen Y’a bon Awards auf rassistische Äußerungen im öffentlichen Raum aufmerksam. Ihr Dokumentarfilm Les Réseaux de la haine (2014) behandelt die Entgleisungen sozialer Netzwerke. Unter ihren Arbeiten sind zudem der preisgekrönte Dokumentarfilm Steps to Liberty sowie Acting While Black: Blackness on French Screens zu nennen. Sie war auch Regisseurin des Dokumentarfilms Où sont les Noirs ? Seit 2024 veröffentlicht sie außerdem als Europe-Kolumnistin im Guardian. 2025 erschien ihr Buch Dictionnaire amoureux du féminisme vor. Diallo wurde wiederholt Ziel rassistischer und sexistischer Anfeindungen; so wurde im Jahr 2014 ein Mann verurteilt, der im Vorjahr im Netz zu ihrer Vergewaltigung aufgerufen hatte.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Journalist (Frankreich) Kategorie:Autor Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Person des Antirassismus Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau