Esra Işık ist eine türkische Umweltschützerin, die durch ihren Widerstand gegen die Ausweitung des Braunkohleabbaus im Gebiet Akbelen bekannt wurde. Ende März 2026 wurde sie im Zusammenhang mit Protesten gegen die Enteignung von Landwirtschaftsflächen und Olivenhainen rund um Akbelen landesweit zum Symbol dieses Konflikts.

Leben und Wirken Işık stammt aus İkizköy in der Provinz Muğla und ist die Tochter der Dorfvorsteherin Nejla Işık. Işık wurde 2023 bekannt, als sie während der Auseinandersetzungen um die Rodung des Akbelen-Waldes als Sprecherin eines Umweltkomitees auftrat.

Öffentliche Bekanntheit in der Türkei gewann sie zudem als Gesicht des langjährigen Akbelen-Widerstands, den sie als Kampf um Land, Wasser, Produktion und das Weiterleben der Dörfer beschrieb. Bereits seit den frühen Phasen des Akbelen-Konflikts gehörte sie zu dem Teil der Bevölkerung, der Wald, Äcker und Wasserressourcen gegen die Erweiterung des Kohleabbaus zu schützen versuchten. Im Oktober 2023 erklärte sie, die Mahnwache der Dorfbewohner dauere trotz der Räumung des ursprünglichen Protestlagers und trotz anhaltenden Drucks durch Gendarmerie und Unternehmen an einem neuen Ort an.

Im Januar 2026 erfasste eine vom Präsidialamt veröffentlichte Eilenteignungsentscheidung 679 Parzellen in sechs Ortschaften rund um Akbelen, womit sich der Konflikt von der Waldrodung noch stärker auf landwirtschaftliche Flächen und das Wohnumfeld verlagerte.

Am 31. März 2026 wurde sie nach Protesten gegen eine gerichtliche Ortsbesichtigung im Rahmen der Verfahren gegen die Eilenteignung festgenommen und anschließend in Untersuchungshaft genommen. In Reaktion darauf forderten 241 zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Freilassung, und noch am 1. April 2026 fanden in Istanbul, İzmir, Ankara, Çanakkale und Muğla Solidaritätskundgebungen für Işık statt. Ihre Beschwerde im April 2026 gegen die Haft war erfolglos.

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