Die Rettung einer US-Flugzeugbesatzung im Irankrieg 2026 war eine Such- und Rettungsaktion im Kampf (CSAR) der US-Streitkräfte Anfang April 2026 im Angriffskrieg gegen den Iran.

Der Pilot eines abgeschossenen US-Kampfflugzeuges wurde Stunden nach dem Absturz geborgen; der Waffensystemoffizier (WSO) flüchtete in das Zagrosgebirge. Die Islamischen Revolutionsgarden, weitere Kräfte des iranischen Regimes und die örtliche Bevölkerung suchten nach dem Soldaten. Der WSO wurde schließlich in einer material- und personalintensiven Rettungsaktion mit Unterstützung von 155 Flugzeugen und hunderten US-Kräften gerettet.

Abschuss Am 28. Februar 2026 begannen die Streitkräfte der Vereinigten Staaten und Israels eine Reihe von Luftangriffen auf verschiedene militärische und zivile Ziele im Iran. Am 24. März erklärte US-Präsident Donald Trump, die USA und Israel hätten die Lufthoheit über dem Iran erlangt und der Iran sei machtlos gegen US-Flugzeuge in seinem Luftraum.

Am 3. April 2026 wurde eine F-15E Strike Eagle des 494. US-Jagdgeschwaders, stationiert auf der RAF Lakenheath in England, von iranischen Streitkräften im iranischen Luftraum abgeschossen. Die Maschine stürzte ab, der Pilot und der WSO konnten sich mit dem Schleudersitz retten.

Flucht und Rettungsaktion mini|Übung amerikanischer Spezialkräfte mit einer MH-6 Little Bird wie sie auch bei der CSAR-Operation eingesetzt wurde Das US-Militär leitete umgehend eine Rettungsaktion ein, um die beiden Besatzungsmitglieder aus iranischem Staatsgebiet zu bergen.

Der Pilot konnte wenige Stunden nach dem Absturz mit einem Helikopter HH-60W Jolly Green II gerettet werden. Während der Operation leisteten US-Flugzeuge und Drohnen Feuerunterstützung. Zwei Helikopter wurden von iranischen Soldaten mit Handfeuerwaffen getroffen, blieben aber einsatzbereit. Einige Helikopterbesatzungsmitglieder wurden verwundet. Der Waffensystemoffizier blieb jedoch zunächst vermisst. Eine Gefangennahme eines US-Soldaten durch den Iran wäre laut BBC für die Trump-Regierung eine politische Blamage gewesen und hätte sie weiter unter Druck gesetzt.

Der Iran rief über das Staatsfernsehen die Bevölkerung und militärische Kräfte auf, nach dem US-Soldaten zu suchen. Die iranische Regierung setzte eine Belohnung von etwa 60.000 US-Dollar für Hinweise aus, die zum Aufenthaltsort des WSO führen würden. Neben den Revolutionsgarden suchten auch die Angehörigen der nomadischen Bachtiari-Stämme, die mit dem Gelände des Zagrosgebirges bestens vertraut sind, nach dem US-Soldaten, so dass eine einfache Rettungsaktion wie zuvor beim Piloten nicht mehr in Frage kam.

US-amerikanische Überwachungsdrohnen, die für die CSAR-Operation über Iran eingesetzt wurden, konnten den WSO nicht finden. Auch war sein Status unbekannt. Der gesuchte Soldat bestieg einen 2100 Meter hohen Bergrücken im Zagrosgebirge, versteckte sich in einer Felsspalte und deaktivierte seine Notfunkbake, um zu verhindern, dass deren Signale von iranischen Stellen empfangen werden. Laut der Zeitung New York Times war er mit einer Pistole als Dienstwaffe, einem Leuchtsignal und einem abhörsicheren Kommunikationsgerät ausgestattet.

Der US-Geheimdienst CIA startete im Iran eine Desinformationskampagne, in der sie behauptete, er sei bereits gerettet worden. Mit bis dahin nicht öffentlich bekannt gewordenen MittelnSteven Nelson: Trump confirms CIA ‘Ghost Murmur’ tool was ‘very important’ to find airman in Iran – as experts debate how it works. nypost.com, 8. April 2026. konnte die CIA den Standort des WSO ermitteln und teilte ihn dem Pentagon mit. Der Pilot soll laut der britischen Tageszeitung The Times eine kurze Funknachricht mit den Worten „Gott ist gut“ gesendet haben. Die CIA kontaktierte zudem iranische zivile Kollaborateure, die bereit waren, die US-Streitkräfte zu unterstützen.

Spezialkräfte des SEAL Team 6 wurden mittels zweier spezieller Transportflugzeuge vom Typ MC-130J Commando II für Spezialeinsätze und mit je zwei Helikoptern MH-6 Little Bird in das Gebiet verbracht. Gleichzeitig wurde mittels Luftangriffen versucht, iranische Bodentruppen von diesem Gebiet fernzuhalten. Nach Pentagon-Angaben kamen dabei bis zu 155 Flugzeuge und Helikopter zum Einsatz. Die USA nutzten einen aufgegebenen landwirtschaftlichen Flugplatz mit einer knapp 1200 m langen Landebahn, 23 km nördlich von Schahreza im Süden von Isfahan, als temporären vorgeschobenen Stützpunkt, sogenannten Forward Arming and Refueling Point (FARP).

Bei Tagesanbruch des 5. April 2026 näherten sich US-Kommandos dem WSO. US-Kampfflugzeuge und laut Israel auch Einheiten der israelischen Armee beschossen herannahende iranische Konvois, um diese vom Gebiet fernzuhalten und setzten elektronische Störsender ein.Phil Stewart, Idrees Ali, Humeyra Pamuk: (englisch).

mini |Reste eines Transportflugzeugs C-130, das im Lauf der US-Operation ausbrannte (Bild der iranischen Tasnim News Agency vom 5. April 2026) Nach unterschiedlichen Angaben wurden die beiden MC-130 beschädigt oder steckten im Sand fest, worauf mit stundenlanger Verspätung drei Ersatzmaschinen des kleineren und leichteren Typs CASA C-295 zum Einsatz kamen, die aber nur noch das Personal und nicht die vier MH-6 zurückfliegen konnten. Diese wurden ebenso wie die zurückgelassenen Transportflugzeuge MC-130 im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar laut BBC durch US-Bombenangriffe zerstört und so für den Iran unbrauchbar gemacht.

Die USA meldeten den Abschuss eines Erdkampfflugzeuges A-10 Thunderbolt mit einer Boden-Luft-Rakete zwischen den Inseln Qeshm und Hengam. Der Pilot rettete sich über Kuwait mit dem Schleudersitz und wurde gerettet.

Der Iran meldete auch den Abschuss einer vermutlich an der CSAR-Aktion beteiligten US-Drohne über Isfahan.

Der WSO wurde mit einer leichten Knöchelverletzung ins Militärspital Landstuhl nach Deutschland ausgeflogen. Laut US-Regierung wurde bei der Aktion keine US-Kräfte getötet; über tote und verletzte Iraner machte sie keine Angaben.

Einordnung Die vom US-Präsidenten Donald Trump persönlich bewilligte Rettungsoperation mittels einem 500 Kilometer vom nächsten US-Militärstützpunkt entfernten, tief im feindlichen Hinterland befindlichen temporären FARP gilt als riskant und wurde gemäß Angaben von Trump nicht von all seinen Beratern unterstützt. General Dan Caine als Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff befürwortete hingegen die Operation. Das FARP-Konzept ist jedoch nicht neu und wurde schon 1980 in der Operation Eagle Claw eingesetzt, als über die sogenannte FARP „Desert One“ 53 Geiseln aus der amerikanischen Botschaft in Teheran befreit werden sollten. Nach dem Verlust mehrerer Fluggeräte und acht Todesopfern wurde die damalige Operation abgebrochen; sie war mitverantwortlich für den Imageverlust des damaligen Präsidenten Jimmy Carter.

Wäre der WSO hingegen in Kriegsgefangenschaft geraten, wäre die ohnehin schon kritische Haltung der US-amerikanischen Öffentlichkeit gegenüber dem Krieg noch negativer geworden. Der Abschuss alleine widersprach bereits den Aussagen der amerikanischen Regierung, die Luftherrschaft über dem Iran zu haben.«Kritische» Rettungsmission im Iran - Trump in Erklärungsnot. In: Die Welt, abgerufen am 15. April 2026.«Schwer verletzt»: USA retten vermissten Offizier – die Übersicht. Schweizer Radio und Fernsehen, abgerufen am 15. April 2026.

Einzelnachweise

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