Zongo ist ein Stadtviertel von Tillabéri in Niger.
Geographie und Verwaltung Das Stadtviertel () liegt im urbanen Gemeindegebiet von Tillabéri, der Hauptstadt des gleichnamigen Departements Tillabéri und der gleichnamigen Region Tillabéri. Umliegende Stadtviertel sind Bagdad im Norden, Madina im Osten und Gandatché im Süden.
Im System der traditionellen Herrschaft () wird Zongo von einem Viertelvorsteher () geleitet. Dieser untersteht dem Kantonschef () von Sakoïra.
Geschichte Das Stadtviertel Zongo entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts während der französischen Kolonialzeit. Im Jahr 1968 wurden in Tillabéri große städtebauliche Eingriffe vorgenommen, als unter anderem anstelle von engen labyrinthischen Gassen breite Straßen angelegt wurden. Im Zuge dessen wurde Zongo neben Bagdad und Gandatché eines der damals drei offiziellen Stadtviertel Tillabéris. Die neue Struktur spiegelte sich allerdings lange Zeit nicht in der Verwaltungszuständigkeit durch die Viertelvorsteher wider. So wurden Zongo und Bagdad in Teilen weiterhin vom Viertelvorsteher von Gandatché verwaltet. Erst im August 1999 führte die Gemeinde Tillabéri Wahlen neuer Viertelvorsteher durch, deren territoriale Zuständigkeit klar geregelt war.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Zongo 3312 Einwohner, die in 530 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 3721 in 561 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 3025 in 428 Haushalten.
Infrastruktur Im Stadtviertel gibt es eine Freitagsmoschee. Südöstlich von Zongo befindet sich der Viehmarkt von Tillabéri, der um die Jahrtausendwende im Rahmen eines staatlichen Projekts zur Sanierung der städtischen Infrastruktur angelegt wurde. Zwischen Zongo und Madina erstreckt sich das Gelände der 2014 gegründeten staatlichen Boubacar-Ba-Universität Tillabéri.
Einzelnachweise
Kategorie:Tillabéri Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika